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Filmemacher Carl Erik Rinsch wegen Betrugs und Geldwäsche angeklagt

Treibt ein gefährliches Spiel: Wie ein Filmemacher das Vertrauen von Netflix missbrauchte und mit Kryptowährungen und Aktien spekulierte.

Der Fall des Filmemachers Carl Erik Rinsch wirft nicht nur rechtliche Fragen auf, sondern beleuchtet auch die Herausforderungen und Risiken, mit denen die Unterhaltungsindustrie konfrontiert ist. Der Verdacht auf Betrug und Geldwäsche steht im Raum, während der kreative Prozess des Filmens zunehmend von finanziellen Turbulenzen überschattet wird.

Die Vorwürfe gegen Rinsch

Wie die US-Staatsanwaltschaft mitteilte, wurde Rinsch wegen vermuteter Veruntreuung von Produktionsgeldern angeklagt. Demnach soll der Filmemacher im Jahr 2020 von Netflix 11 Millionen Dollar erhalten haben, um eine Science-Fiction-Serie mit dem Titel „Conquest“ (ursprünglich „White Horse“) zu produzieren. Anstatt das Projekt voranzutreiben, führte Rinsch riskante Investitionen durch, die schließlich zu einem Verlust von mehr als 5,5 Millionen Dollar in Aktienoptionen führten.

Finanzielle Turbulenzen und deren Folgen

  • Er sytematische Umgang mit Finanzierungsgeldern: Die Vorwürfe beinhalten, dass Rinsch über 10 Millionen Dollar für spekulative Handelsgeschäfte verwendete.
  • Luxuriöser Lebensstil: Trotz der Verluste erwarb er bedeutende Kryptowährungsgewinne und investierte in teure Luxusartikel wie fünf Rolls-Royces, einen Ferrari und hochwertige Uhren.
  • Schuldenabbau und Rechtsstreit: Zusätzlich soll Rinsch rund 1,8 Millionen Dollar zur Begleichung von Kreditkartenrechnungen und 1 Million Dollar für Rechtsberatung in einem Streit gegen Netflix verwendet haben.

Die Reaktionen von Netflix und dem Justizsystem

Netflix stellte die Produktion von „Conquest“ Anfang 2021 ein, nachdem das Unternehmen besorgt über Rinschs unberechenbares Verhalten wurde. Obwohl dem Filmemacher über 44 Millionen Dollar für die Show zur Verfügung standen, wurde kein einziges Episode ausgestrahlt.

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Die Anklage gegen Rinsch umfasst mehrere Delikte, darunter Drahtbetrug und Geldwäsche, die jeweils mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden können. Nach seiner Festnahme am 18. März 2023 wurde der Fall dem Bundesrichter Jed Rakoff in New York zugewiesen. Ein Kommentar des Anwalts von Rinsch steht bislang aus.

Auswirkungen auf die Branche

Dieser Fall wirft Fragen über die Transparenz und Kontrolle von Produktionsgeldern in der Filmindustrie auf. Die Möglichkeit von Betrug und Missmanagement hat das öffentliche Vertrauen in die Branche erschüttert, was möglicherweise zu einer vorsichtigeren Vergabe von Mitteln führen könnte. Die Auswirkungen dieser Vorwürfe könnten sich langfristig auf die Beziehungen zwischen Produktionsfirmen und Streaminganbietern auswirken.

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