KuCoin VAT Policy and Nigeria s Ambiguous Crypto Regulations – A Taxing Predicament
Nigerias Krypto-Rätsel: Die Besteuerung der Verbotenen Frucht

Die jüngste Ankündigung von KuCoin, dass seine identifizierten nigerianischen Benutzer ab dem 8. Juli 2024 eine 7,5% Mehrwertsteuer auf jede Kryptotransaktion zahlen müssen, ist Teil einer umfassenderen Bewegung der Federal Inland Revenue Service (FIRS), um die aufstrebende Kryptoindustrie des Landes zu regulieren. Diese Maßnahme erfolgt zu einer Zeit, in der Nigeria immer noch ein Krypto-Verbot aufrechterhält und sich in einem langwierigen Rechtsstreit mit der weltweit beliebtesten Kryptowährungsbörse Binance befindet.
Die Regulierungsbehörden in Nigeria scheinen jedoch die Grundlagen der Kryptowährungsregulierung verpasst zu haben und setzen ihren Fokus möglicherweise in die falsche Richtung. Obwohl Nigeria offiziell kein Verbot von Kryptowährungen verhängt hat, hat die Zentralbank Nigerias (CBN) dennoch Anti-Krypto-Politiken beibehalten, die stillschweigende Zustimmung der Wertpapieraufsichtsbehörde des Landes, der SEC Nigeria, eingeholt und Nigeria zu einem der unklarsten Länder in Bezug auf Kryptoregulierung gemacht.
Die jüngsten Maßnahmen zur Beschränkung des Peer-to-Peer-(P2P)-Krypto-Handels in Nigeria verdeutlichen das Bemühen der Regierung, angebliche Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen von Kryptowährungen auf die nationale Währung, den Naira, anzusprechen. Diese Bedenken beruhten auf Anschuldigungen der Naira-Manipulation auf Kryptowährungsbörsen.
Dass die Regierung nun jedoch den Fokus auf die Besteuerung von Kryptotransaktionen legt, trotz der bestehenden Beschränkungen, wirft nicht nur die Frage auf, ob ihr Plan, die endlosen Möglichkeiten der Kryptobesteuerung zu nutzen, mit der inoffiziellen Anerkennung von Kryptowährungen im Land koexistieren kann, sondern ändert auch ihre Vorgehensweise maßgeblich.
Offensichtlich geht die jüngste Einführung der Mehrwertsteuer auf Kryptotransaktionen aus dem Fehlen eines Steuerkonzepts für Kryptowährungen in Nigeria hervor, wie aus dem Streit zwischen Binance und den nigerianischen Behörden hervorgeht, insbesondere aus dem Versäumnis des FIRS, glaubwürdige Beweise zu finden, um die Steuerhinterziehungsvorwürfe zu stützen, die es gegen einen leitenden Binance-Manager erhoben hatte.
Das plötzliche Umschwenken auf Kryptowährungen bedeutet, dass die Einführung der 7,5%igen Mehrwertsteuer unüberlegt und ungelegen ist. Es ist das neueste einer Reihe von absurd wirkenden Kryptopolitiken, die aus Nigeria hervorgegangen sind. Ist es nicht überraschend, dass Nigeria innerhalb eines Jahres von exorbitanten Lizenzgebühren für Kryptos dazu übergegangen ist, eine 7,5%ige Mehrwertsteuer auf Kryptotransaktionen zu erheben, während es sein Kryptoverbot aufrechterhält? Realisiert die Regierung nun plötzlich, dass Millionen von Dollar an nicht realisierten Steuern außerhalb der Zuständigkeit des FIRS liegen?
Ein Blick auf die Ereignisse vor der Einführung der Mehrwertsteuer-Politik ist unabdingbar. Vor einigen Monaten machte die CBN die schockierende Entdeckung, dass der Krypto-P2P-Handel für den kontinuierlichen Niedergang des Naira verantwortlich war und reagierte prompt, indem sie eine wochenlange Schlacht gegen Krypto-Börsen, die im Land tätig waren, führte.
Diese Maßnahmen signalisierten eine harte Haltung gegenüber Kryptowährungen. Zu erst wurde Binance, die beliebteste zentrale Kryptobörse (CEX), zum Sündenbock gemacht. Zwei seiner Führungskräfte gerieten unter Untersuchung wegen Binance-bezogener Aktivitäten in Nigeria und wurden später wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Währungsmanipulation vor Gericht gezerrt.
Besorgnisse wurden von der nigerianischen Presse weiter verstärkt, die auf die unbestätigte Behauptung des Gouverneurs der Zentralbank Nigerias (CBN) über einen 26 Milliarden Dollar Abfluss aus Nigeria über Binance hinwies. Viele Nachrichtenberichte stellten Kryptowährungen als eine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar, was potenziell eine dringende Reaktion der nigerianischen Regierung hervorrufen könnte.
Wie ist es möglich, dass Kryptowährungen innerhalb kurzer Zeit Teil des großen Designs der FIRS zur Erweiterung der Einnahmequellen des Landes geworden sind?
Obwohl die Mehrwertsteuer-Politik eine regulatorische Herangehensweise an die Kryptoregulierung darstellt, kann sie warten, bis ein breiteres und klareres Regulierungsrahmen für die aufstrebende Kryptoindustrie Nigerias geschaffen wurde. Mit anderen Worten müssen klar definierte Regeln definiert werden, die die wesentlichen Fragen rund um Kryptowährungen adressieren, bevor eine Steuerpolitik aktiviert wird, wobei Länder wie Südafrika und Kenia als Vorbilder dienen könnten, die in dieser Hinsicht deutliche Fortschritte gemacht haben.
Die Schaffung eines klaren politischen Rahmens für digitale Vermögenswerte ist nicht nur eine unverhandelbare Strategie zur Einführung von Kryptowährungen, sondern auch eine grundlegende Forderung der Kryptoregulierungsprinzipien. Länder, die diese Technologie gezielt nutzen wollen, gehen kein Risiko ein, sondern schaffen eine regulatorische Umgebung, in der die Regeln klar definiert und festgelegt sind.
Die Logik hinter der Mehrwertsteuer auf Kryptotransaktionen, so gut gemeint sie auch sein mag, könnte von der Dringlichkeit überschattet werden, die breiteren wirtschaftlichen Herausforderungen Nigerias anzugehen. Seit Jahrzehnten kämpfen die Nigerianer mit einer schwächelnden nationalen Wirtschaft und verschiedenen Unsicherheitsfaktoren. Die Inflation ist landesweit ein ernsthaftes Anliegen, das durch die Abschaffung der Kraftstoffsubventionen durch Präsident Tinubu im Mai 2023 weiter angeheizt wurde.



