Schweiz als Blockchain-Standort: Bundesrat verspricht klare Unterstützung
"Wie die Schweiz ihre Spitzenposition in der Blockchain-Welt zurückerobern will"

Die Blockchain-Branche in der Schweiz steht vor einer entscheidenden Wendung, da führende Vertreter der Industrie eng mit der Politik zusammenarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Crypto Valley zu sichern.
Ein Aufruf zur Zusammenarbeit
Heinz Tännler, der Präsident der Swiss Blockchain Federation (SBF) und Finanzdirektor von Zug, betont die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Industrie, Politik und Verwaltung. Die logische Konsequenz dieser Zusammenarbeit soll ein kraftvolles Signal zur Stärkung des Blockchain-Standorts Schweiz sein. Tännler führte aus, dass die jüngsten Schritte des Bundesrats zur Unterstützung der Branche bedeutend sind und eine klare Botschaft senden: Die Schweiz muss ihre Position als international anerkanntes Blockchain-Zentrum festigen.
Regulatory Challenges
Die fortschreitende Regulierung und rechtlichen Unsicherheiten stellen nicht nur die bestehenden Unternehmen vor Herausforderungen, sondern gefährden auch die Anziehungskraft für neue Investoren. Ein zentraler Punkt in den Gesprächen war die Thematik der Stablecoins, digitale Vermögenswerte, die an Fiatwährungen gekoppelt sind. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hatte im letzten Jahr Richtlinien veröffentlicht, die den Emission von Stablecoins faktisch einschränken. Hierfür ist ein Gesetzesentwurf in Arbeit, um die regulatorischen Rahmenbedingungen zu verbessern und die Stabilität der Branche zu gewährleisten.
Die Rolle des Bundesrates
Bundesrat Guy Parmelin versicherte, dass der Schweizer Bundesrat die Blockchain-Branche ernst nimmt und alles daran setzt, die Schweiz langfristig als führenden Standort zu positionieren. Im Rahmen einer kürzlichen Ansprache im Bundeshaus hob Parmelin die Bedeutung des Crypto Valley hervor und betonte die Notwendigkeit, im internationalen Wettbewerb nicht zurückzufallen. Die Entscheidung, Technologie-Neutralität zu wahren, könnte entscheidend für die Zukunft der Branche sein.
Pionierarbeit seit 2015
Die Grundlagen für diese Entwicklung wurden zwischen 2015 und 2019 durch frühzeitige Richtlinien und enge Zusammenarbeit zwischen der Industrie und der Politik gelegt. Während dieser Zeit etablierte sich das Crypto Valley als Vorreiter und anerkannter Standort. Doch je weiter sich die Branche entwickelte, desto ruhiger wurde es. Der zunehmende internationale Wettbewerb und rechtliche Unsicherheiten zwingen die Schweiz, ihre Strategie zu überdenken und anzupassen.
Ein Ausblick auf die nächsten Schritte
Auf der Agenda steht auch das kürzlich veröffentlichte 12-Punkte-Manifest der SBF, das eine comprehensive Analyse der aktuellen Lages und der Stärken des Schweizer Finanzplatzes bietet. Dieses Dokument soll als Grundlage für zukunftsorientierte Maßnahmen dienen und die Community mobilisieren. Der Fokus liegt darauf, konkrete Verbesserungen zu erarbeiten, die sowohl der Politik als auch der Industrie helfen sollen, die Attraktivität des Standorts wiederherzustellen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Dialog zwischen Blockchain-Unternehmen und staatlichen Institutionen von entscheidender Bedeutung ist. Um die Position des Crypto Valley zu sichern, müssen alle Beteiligten gemeinsam agieren und konkrete Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen umsetzen.



