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Verlängerung der Sunacrip-Intervention um weitere sechs Monate durch die venezolanische Regierung
Die venezolanische Regierung hat die Restrukturierung von Sunacrip, der Kryptowährungsaufsicht des Landes, um weitere sechs Monate verlängert. Der offizielle Erlass, der die Intervention verlängert, hat auch die Mitglieder des Restrukturierungsausschusses in ihren Positionen bestätigt. Sunacrip hat nun bis März Zeit, seine Restrukturierungsprozesse abzuschließen.
Im März wurde Sunacrip aufgrund der Verhaftung seines früheren Chefs Joselit Ramirez interveniert, der wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einem Korruptionssystem festgenommen wurde, bei dem die Institution als Vermittler zur Abwicklung von Rohölzahlungen eingesetzt worden sein soll, um Sanktionen zu umgehen. Berichten zufolge könnten die Schäden für die venezolanische Schatzkammer bis zu 20 Milliarden US-Dollar erreichen, in einem Fall, der als “Pdvsa-Crypto”-System bezeichnet wird.
Aufgrund dieser Intervention wurden auch Bitcoin-Miner vom Stromnetz des staatlichen Stromunternehmens Corpoelec getrennt und nationale Börsen haben angeblich ihre Geschäftstätigkeit vorübergehend eingestellt. Es gab jedoch keine offizielle Ankündigung des Restrukturierungsausschusses von Sunacrip über geplante Maßnahmen, was die Kryptogemeinschaft in einer regulatorischen Hängepartie zurücklässt.
Asonacrip fordert Kommunikation und Klarheit
Asonacrip, eine nationale gemeinnützige Kryptowährungsorganisation, fordert von Sunacrip mehr Klarheit und Kommunikation hinsichtlich der rechtlichen Situation des Kryptowährungsminings und anderer Aktivitäten in Venezuela. In einer Erklärung vom 25. September stellt die Organisation fest, dass das Schweigen von Sunacrip “tausende Arbeitsplätze, die internationale Glaubwürdigkeit Venezuelas und die Einhaltung der Regeln, die das Land in der Region vorausgegangen ist, gefährdet”.
Asonacrip forderte Sunacrip auf, Kommunikationskanäle einzurichten, um registrierten, legalen Bitcoin-Minern die Fortsetzung ihres Betriebs zu ermöglichen, da diese nicht in illegale Aktivitäten verwickelt sind.
Humberto Quevedo, Präsident von Asonacrip, erklärte, dass Sunacrip letzten Monat von Bitcoin-Minern verlangt hatte, sich erneut zu registrieren und die vom Gesetz geforderten Dokumente für den Betrieb eines Bitcoin-Mining-Unternehmens einzureichen. Die Institution hat Minenarbeitern jedoch noch nicht erlaubt, den Betrieb wieder aufzunehmen.
Berichten zufolge erwägen einige Miner, ihre Aktivitäten in kryptowährungsfreundlichere Länder wie Paraguay und El Salvador zu verlegen.
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