Regierung erhöht Wachstumsprognose für Russlands Wirtschaft durch Öl-Export

Gründe für diese Anpassungen liegen hauptsächlich in den hohen Staatsausgaben und Investitionen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine, sowie den trotz der westlichen Sanktionen weiterhin hohen Einnahmen aus dem Öl-Export. Der russische Wirtschaftsminister Maxim Reschetnikow betonte in einer Kabinettssitzung, dass der Hauptfaktor für das Wachstum die interne Verbraucher- und Investitionsnachfrage sei. Die Prognosen gehen sogar bis 2025 bis 2026 von einem ähnlichen Wachstum aus, um die 2,3 Prozent.
Es wird erwartet, dass die Ölpreise sinken, wobei der Exportpreis für russisches Öl bis 2027 auf 65 Dollar pro Fass fallen soll. Aktuell wird Ural-Rohöl für etwa 79 Dollar pro Barrel gehandelt. Trotz dieser positiven Aussichten betonte Reschetnikow, dass nach wie vor Risiken bestehen, vor allem in Bezug auf eine mögliche Verlangsamung der Weltwirtschaft und der Handelspartner Russlands sowie dem anhaltenden Sanktionsdruck.
Des Weiteren wird erwartet, dass die Einkommen in diesem Jahr um 5,2 Prozent steigen, im Vergleich zur vorherigen Schätzung von 2,7 Prozent. Dieser Anstieg wird teilweise durch hohe Staatsausgaben und den angespannten Arbeitsmarkt getrieben. Die Inflationsrate soll bis zum Ende des Jahres bei 5,1 Prozent liegen, während die Zentralbank einen Wert von vier Prozent anstrebt. Analysten gehen davon aus, dass der derzeitige Leitzins von 16 Prozent noch bis mindestens Mitte des kommenden Jahres auf einem zweistelligen Niveau bleiben wird.


