Blockchain

Gefahr aus der Zukunft: Bitcoin unter dem Schatten der Quantencomputer

„Die Zukunft von Bitcoin: Ein radikaler Vorschlag zum Schutz vor Quantenangriffen und seine möglichen Auswirkungen auf die Kryptosphäre“


Auf Einen Blick

  • Ein neuer Vorschlag möchte Bitcoin-Adressen der alten Kryptographie einfrieren.
  • Ursprünglich beeinflusste Satoshi Nakamoto und frühe Miner das Bitcoin-Ökosystem.
  • Die Bedrohung durch Quantencomputer könnte Bitcoin in naher Zukunft gefährden.

In einer bemerkenswerten Entwicklung im Bereich der Kryptowährungen hat ein neuer Entwurf das Potenzial, die Zukunft von Bitcoin erheblich zu beeinflussen. Es ist ein Vorschlag, der darauf abzielt, Bitcoin-Adressen, die durch veraltete Kryptographie gesichert sind, einzufrieren. Dies betrifft auch die Wallets von Satoshi Nakamoto, dem anonymen Schöpfer von Bitcoin. Der Entwurf ist das Ergebnis der Zusammenarbeit mit Jameson Lopp und anderen Sicherheitsexperten im Krypto-Bereich.

Die dringende Bedrohung durch Quantencomputing

Die Motivation hinter diesem Vorschlag liegt in der wachsenden Bedrohung durch Quantencomputer. Die Forschung hat gezeigt, dass Quantum-Computer, die in der Lage sind, aktuelle Kryptographien zu knacken, möglicherweise schon in den kommenden Jahren verfügbar sein könnten. Ein Bericht von CoinDesk weist darauf hin, dass neue Studien nahelegen, dass das Brechen von RSA-Verschlüsselungen mit Quantencomputern deutlich weniger Ressourcen erfordern könnte als bisher gedacht.

Obwohl Bitcoin gegenwärtig nicht unmittelbar akut gefährdet ist, könnte ein Angriff durch Quantencomputer, der eine signifikante wirtschaftliche Störung zur Folge hätte, sich negativ auf die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks auswirken. Experten warnen, dass ein solcher Angriff erhebliche Folgen für die gesamte Krypto-Community haben könnte.

Der vorgeschlagene Plan

Der Entwurf sieht einen dreistufigen Prozess vor, um die Migration zu quantensicheren Formaten einzuleiten. Phase A würde das Versenden von Geld an veraltete ECDSA/Schnorr-Adressen verbieten, um die Nutzer zur Verwendung modernerer Formate zu bewegen. In Phase B würde jede ursprüngliche Signatur ungültig, was zur permanenten Sperrung von Coins in gefährdeten Adressen führen würde.

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In Phase C, die optional ist, könnte ein Wiederherstellungsweg für eingefrorene Coins eingeführt werden. Dieser würde auf sogenannten Zero-Knowledge-Proofs basieren und könnte durch einen Hard- oder Soft-Fork erfolgen. Dies könnte es Nutzern ermöglichen, ihre Gelder wiederzuerlangen, selbst wenn sie von den neuen Regulierungsschritten betroffen sind.

Die Auswirkungen auf die Bitcoin-Community

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die mögliche Unsicherheit, die durch diese Änderungen ausgelöst wird. Rund 25 % aller Bitcoins haben ihre öffentlichen Schlüssel offengelegt, was sie anfällig für sogenannte „Q-Day“-Angriffe macht. Geduldige Angreifer könnten mit den richtigen quantentechnologischen Mitteln unbemerkt inaktive Wallets angreifen und Gelder über einen längeren Zeitraum hinweg abziehen.

Die Tatsache, dass vor Kurzem acht alte Bitcoin-Wallets Bitcoin im Wert von über 8,5 Milliarden Dollar bewegten, weckte bei vielen die Befürchtung, dass die Sicherheit dieser Wallets möglicherweise nicht mehr gewährleistet ist. Die Autoren des Vorschlags beschreiben den Entwurf als radikal anders als alles, was Bitcoin bisher gesehen hat—eine Reaktion auf eine potenziell existenzielle Bedrohung.

Obwohl der Entwurf sich noch in der Entwurfsphase befindet und keine offizielle BIP-Nummer erhalten hat, könnte er eine der letzten Chancen für Bitcoin sein, um sich auf eine realistische Zukunft mit Quantencomputern vorzubereiten. Die kommende Zeit wird entscheidend dafür sein, wie die Bitcoin-Community mit dieser Herausforderung umgeht und ob ausreichend Maßnahmen ergriffen werden, um die Integrität und Sicherheit des Networks zu gewährleisten.

Florian Krug

Florian Krug – Blockchain-Kolumnist Florian schreibt über Blockchain-Technologie mit Fokus auf Netzwerke, Konsensmechanismen und Sicherheit. Mit einem Hintergrund in Informatik und Cybersicherheit analysiert er, wie sich neue Entwicklungen auf Skalierbarkeit und Datenschutz auswirken. Seine Artikel helfen Entwicklern, Investoren und Entscheidungsträgern, Blockchain besser zu verstehen.

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