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Bitcoin Kurs-Prognose: Grayscale glaubt, der Bärenmarkt ist vorbei

Zwei Modelle, eine klare Präferenz

Im ersten Modell folgt Bitcoin dem historischen Vier-Jahres-Halbierungszyklus. Dieser erlaubt nach Zyklusgipfeln tiefe Korrekturen und würde einen erneuten Rückfall in Richtung 50.000 US-Dollar nahelegen, bevor ein dauerhafter Boden gefunden wird. Grayscale bevorzugt jedoch ein anderes Rahmenmodell: Es wertet den jüngsten Rückgang als zyklischen Rücksetzer innerhalb eines langfristigen Aufwärtstrends. In diesem Szenario hat sich ein stabiler Boden im Bereich zwischen 60.000 und 65.000 US-Dollar gebildet. Die entscheidende Variable bleibt laut Pandl die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Eine stabile Zinspolitik würde das bullische Bild stützen.

Technisches Bild bleibt gemischt

Aus technischer Sicht konsolidiert Bitcoin unterhalb einer fallenden Trendlinie. Analysten beobachten, ob ein Ausbruch über den Widerstandsbereich bei rund 66.000 US-Dollar gelingt. Ein bestätigter Tagesschlusskurs über dieser Marke könnte den Weg in Richtung 68.500 bis 70.000 US-Dollar öffnen. Gelingt weiteres Momentum, rückt die Zone um 72.000 US-Dollar als nächste bedeutende Hürde in den Fokus. Die Unterstützung liegt bei 60.000 bis 62.000 US-Dollar, die Bullen verteidigen müssen.

Grayscale liefert zusätzlich eine fundamentale Einschätzung: Aktuelle Käufer befinden sich weitgehend wieder an ihrem Einstandspreis. Das deutet darauf hin, dass der Markt einen Großteil des jüngsten Verkaufsdrucks bereits absorbiert hat, anstatt ihn auf später zu verschieben.

Drei Szenarien für den weiteren Verlauf

  • Bullen-Szenario: Bitcoin bricht mit starkem Volumen über 66.000 US-Dollar aus. Gelingt die Bestätigung dieses Niveaus als Unterstützung, könnte der Kurs auf 68.500 bis 70.000 US-Dollar steigen. Schwächere Makrodaten würden diese Bewegung begünstigen.
  • Basisszenario: Weitere Konsolidierung zwischen 62.000 und 66.000 US-Dollar, während Marktteilnehmer auf klarere Signale der Federal Reserve warten. Anhaltende Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs könnten dabei als gradualer Stabilisator wirken.
  • Bären-Szenario: Ein entscheidender Rückfall unter 60.000 US-Dollar würde das Vier-Jahres-Zyklus-Argument neu beleben und den Bereich zwischen 55.000 und 60.000 US-Dollar wieder ins Spiel bringen.
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ETF-Zuflüsse stützen konstruktiven Ausblick

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen weiterhin institutionelles Interesse und stützen damit den positiven Ausblick. Ob diese Nachfrage anhält, wenn neue Makrodaten veröffentlicht werden, bleibt die zentrale offene Frage. Für Grayscale ist die Fed-Politik der wichtigste Faktor: Hält die Notenbank Zinserhöhungen zurück, spricht das für die These, dass der Tiefpunkt bereits hinter dem Markt liegt. Bis zur nächsten klaren Weichenstellung wartet Bitcoin in seiner engen Handelsspanne auf den nächsten Auslöser.

Felix Vaider

Felix Vaider analysiert den Kryptomarkt und erklärt, wie Kursbewegungen, Handelsstrategien und makroökonomische Faktoren den Markt beeinflussen. Er hat Erfahrung im Finanzwesen und algorithmischen Handel. Seine Artikel liefern datenbasierte Einblicke für Anleger, die Bitcoin, Altcoins und Marktdynamiken verstehen wollen.

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