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Bitcoinpreis fällt auf Tiefstand: Risiken und Unterstützung im Fokus

"Wie sich institutionelle Abflüsse und schwache kurzfristige Halter auf den nächsten großen Preisrückgang auswirken könnten"

Auf Einen Blick

  • Bitcoin-Preis sinkt um 8% auf ein Mehrwöchiges Tief.
  • Glassnode warnt vor weiteren rückläufigen Bedingungen aufgrund schwächerer Marktverhältnisse.
  • Kritische Unterstützungszone liegt zwischen 71.000 und 72.000 USD.

Aktueller Bitcoin-Preisverfall

Der Bitcoin-Preis hat heute einen signifikanten Rückgang erfahren und fiel um 8%, was zu einem Mehrwöchigen Tief führte. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Stabilität des aktuellen Bullenmarktes auf.

Marktanalyse und Risikofaktoren

In einer aktuellen Analyse hebt Glassnode mehrere Risikofaktoren hervor, die zu diesem Rückgang beitragen. Dazu gehören abnehmende Kapitalzuflüsse in den Bitcoin-Markt, was sich in einem merklichen Rückgang bei den Investitionen in Bitcoin zeigt. Weiterhin werden die ETF-Ströme für Bitcoin als gemischt beschrieben, da in den vergangenen Wochen bei Bitcoin ETFs Abflüsse verzeichnet wurden. Zum Geschäftsschluss gestern erlebte der Markt einen der größten Abflüsse mit 516 Millionen USD, obwohl es zu Beginn dieses Monats Zuflüsse von 340 Millionen USD gab.

Druck auf kurzfristige Bitcoin-Inhaber

Glassnode bemerkte zudem, dass der Kostenbasiswert für kurzfristige Bitcoin-Inhaber (STH) auf 92.500 USD gefallen ist. Dieser Wert hat sich oft als Grenze zwischen Bullen- und Bärenphasen im Markt erwiesen. Der Marktwert im Verhältnis zum realisierten Wert (MVRV) liegt aktuell bei 0,96, nach einem Rückgang von etwa 1,0 am Vortag. Dies deutet darauf hin, dass kurzfristige Inhaber von Bitcoin im Durchschnitt mit einem Papierverlust von 4% konfrontiert sind. Normalerweise neigen schwächere Anleger dazu, beim MVRV von unter 1,0 zu verkaufen, was die Verkaufswelle verstärken könnte. Sollte Bitcoin bald nicht die 92.500 USD-Marke zurückgewinnen, könnte dies zu weiteren Verkäufen führen, da diese kurzfristigen Inhaber versuchen, ihre Verluste zu minimieren.

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Kritische Unterstützungslevels

Darüber hinaus zeigt die Analyse von Glassnode historische Trends, die darauf hinweisen, dass Bitcoin möglicherweise weiterhin Schwierigkeiten haben wird, und somit Rückgänge in Richtung vorheriger Korrekturen möglich sind. Frühere Korrekturen nach Allzeithochs führten dazu, dass die Bitcoin-Preise bis zu -1σ (eine Standardabweichung) unter den Kostenbasiswert der kurzfristigen Inhaber fielen. Die nächsten möglichen Unterstützungslevels befinden sich demnach im Bereich von 71.000 bis 72.000 USD.

Die Verteilung der Kostenbasis von Bitcoin zeigt, dass die letzte erhebliche Nachfragezone zwischen 89.000 und 87.000 USD liegt. Ein Rückgang unter diesen Bereich könnte problematisch werden, da relativ wenige Anleger in diesen Preisbereichen gekauft haben, was den Bereich von 71.000 bis 72.000 USD zur nächsten wichtigen Unterstützung machen würde. Diese Mangel an Unterstützung könnte den Bären mehr Kontrolle im Markt geben. Letztlich wäre das Risiko eines Rückgangs auf 71.000 USD geringer, sollte Bitcoin das kritische Niveau von 92.500 USD zurückerobern. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung wird Bitcoin bei 86.703 USD gehandelt und zeigt bislang keine Anzeichen einer Erholung, was zu weiteren niedrigeren Höchstständen führen könnte.

Fazit

Die derzeitige Marktverfassung und die sinkenden Werte zeigen auf, dass Bitcoin vor ernsthaften Herausforderungen steht. Das Beobachten der Unterstützungszonen ist entscheidend, um potenzielle Wendepunkte im Marktverlauf zu identifizieren. Die Markteilnehmer sollten wachsam sein und die Entwicklungen genau verfolgen.

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Patrick Lenz

Patrick Lenz ist Ökonom und war anfangs skeptisch gegenüber Bitcoin. Nach dem Bullrun 2017 änderte sich seine Sicht. Er bereut, nicht früher investiert zu haben, und konzentriert sich heute auf die wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von Bitcoin. Er unterstützt DeFi, ist aber überzeugt, dass Bitcoin erst sein volles Potenzial erreicht, wenn große Finanzakteure es integrieren. In seinen Artikeln beleuchtet er den Konflikt zwischen Bitcoins dezentralen Wurzeln und der Realität der Massenadoption.

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