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Deutscher : Marktbedingungen drücken Bitcoin um 4 % auf 109,983 $

Warum bleiben Anleger skeptisch? Drei unerwartete Faktoren, die den Kryptomarkt belasten.

Auf Einen Blick

  • Der Kryptowährungsmarkt erlebte einen Rückgang von etwa 240 Milliarden USD in nur vier Tagen.
  • Analysten identifizieren mehrere Faktoren, die die Schwäche im Bitcoin- und Ethereum-Markt beeinflussen.
  • Die Marktteilnehmer fragen sich, warum positive wirtschaftliche Indikatoren nicht zu einer Marktbelebung führen.

Marktrückgang trotz positiver wirtschaftlicher Indikatoren

Der Bitcoin- und Kryptowährungsmarkt hat in dieser Woche Schwierigkeiten, an Schwung zu gewinnen, obwohl mehrere wirtschaftliche Faktoren eigentlich unterstützend wirken sollten. Der jüngste Zinssatz von 25 Basispunkten der Federal Reserve, verbesserte Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie die geplante Beendigung der quantitativen Straffung (QT) im Dezember schaffen einen günstigen Hintergrund, doch die Kryptomärkte zeigen weiterhin Schwächen.

Ursachen für die Marktsituation

Analyst Miles Deutscher hat drei mögliche Gründe identifiziert, die zu dieser Marktverzögerung beitragen. Erstens wirkt sich eine Entspannung von Digital Asset Treasuries (DAT) auf Bitcoin und Ethereum aus, da einige Treasuries versuchen, ihre Nettowertverluste zu minimieren. Während bedeutende Halter wie Strategy wahrscheinlich nicht verkaufen werden, belasten kleinere DATs den Markt zusätzlich.

Zweitens ist die Nachfrage nach Krypto-ETFs gesunken, da mehrere Wochen mit Nettoabflüssen die Kaufkraft institutioneller Investoren beeinträchtigen. In den letzten zwei Tagen haben Bitcoin-ETFs etwa 959 Millionen USD an Abflüssen verzeichnet, während Ethereum-ETFs Abflüsse in Höhe von 265,75 Millionen USD erlitten haben.

Der dritte Punkt ist die nachhaltige negative Stimmung, die durch den Marktcrash am 10. Oktober ausgelöst wurde. Dieses Ereignis hat das Vertrauen der Marktteilnehmer beeinträchtigt, insbesondere da die Kryptowährungen in letzter Zeit hinter den Aktienmärkten zurückgeblieben sind. Marktakteure sind nach wie vor dabei, die Positionen aus diesem Vorfall zu klären, und die vollständigen Auswirkungen sind möglicherweise noch nicht abzusehen.

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Ausblick auf die Marktentwicklung

Trotz der schwachen Leistungsdaten glaubt Deutscher, dass eine starke Bitcoin-Rallye die Stimmung am Markt wenden könnte. Bitcoin zeigt oft Bewegungen ohne einen klaren Auslöser und verhält sich wie ein makroökonomisches Asset. Wenn die Aktienmärkte neue Höchststände erreichen, könnte eine „Catch-up-Rallye“ von Bitcoin auftreten, die die Preise vor dem Ende des Zyklus auf neue Rekordhöhen treiben könnte.

Zusätzlich teilten Analysten der XWIN Group interessante Erkenntnisse aus einem aktuellen CryptoQuant-Bericht. Sie führten an, dass selbst die Genehmigung eines Altcoin-Staking-ETFs vorübergehend die Stimmung aufhellte, jedoch den Rückgang bei Bitcoin und den US-Aktien nicht aufhalten konnte. Eindringliche Kommentare von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell besiegelten ferner die Unsicherheit; obwohl er bestätigte, dass QT am 1. Dezember enden wird, machte er klar, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember nicht garantiert sei.

Geopolitische Spannungen erhöhen zudem die Unsicherheit auf dem Markt. Trotz positiver Gespräche zwischen Washington und Peking gibt es Bedenken über Taiwan und Berichte über erneute US-Atomtests, die das globale Sentiment erschüttern.

Die Analysten sind sich einig, dass der Verkauf im aktuellen Umfeld mit nachlassendem Schwung, reduzierter institutioneller Beteiligung und unklarer geldpolitischer Richtung logisch ist. Dennoch erwarten sie, dass nach dem Ende der QT im Dezember die Liquidität sich verbessert und das Risikoappetit der Investoren bis Anfang 2026 zurückkehrt.

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Patrick Lenz

Patrick Lenz ist Ökonom und war anfangs skeptisch gegenüber Bitcoin. Nach dem Bullrun 2017 änderte sich seine Sicht. Er bereut, nicht früher investiert zu haben, und konzentriert sich heute auf die wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von Bitcoin. Er unterstützt DeFi, ist aber überzeugt, dass Bitcoin erst sein volles Potenzial erreicht, wenn große Finanzakteure es integrieren. In seinen Artikeln beleuchtet er den Konflikt zwischen Bitcoins dezentralen Wurzeln und der Realität der Massenadoption.

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