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Michael Saylor : Strategie erhöht Bitcoin-Bestände um 430 Einheiten

"Wie neue Finanzrichtlinien die Zukunft von Bitcoin-Investitionen gefährden könnten"

Auf Einen Blick

  • Die Strategie von MicroStrategy hat ihre Bitcoin-Bestände erneut erhöht, was jedoch Besorgnis ausgelöst hat.
  • Experten warnen, dass die Vorgehensweise in einen gefährlichen Kreislauf führen könnte.
  • Michael Saylor erläutert einen Ansatz zur Verwaltung von Unternehmensaktien in Bezug auf den Bitcoin-Wert.

Vorsichtige Reaktionen auf die neue Bitcoin-Strategie

MicroStrategy hat kürzlich seine Bitcoin-Bestände weiter ausgebaut und 430 zusätzliche Bitcoins für etwa 51,4 Millionen US-Dollar erworben. Dieser Kauf hat die Gesamtmenge des Unternehmens auf 629.376 Bitcoins erhöht, die nun einen Gesamtwert von etwa 46,15 Milliarden US-Dollar haben. Michael Saylor, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, betont, dass dieser Plan der Firma mehr Flexibilität bieten soll.

Finanzielle Auswirkungen und die mNAV-Strategie

Nach der Ankündigung erklärte Saylor, wie MicroStrategy seine Aktien im Verhältnis zum Wert seiner Bitcoins verwalten will. Das Unternehmen verwendet dabei eine Kennzahl namens mNAV (marktgerechter Nettovermögenswert), die den Aktienkurs des Unternehmens mit dem Wert seiner Bitcoin-Bestände vergleicht. Je nach Verhältnis dieses Aktienkurses zu mNAV plant das Unternehmen unterschiedliche Vorgehensweisen. Beispielsweise will MicroStrategy bei einem Handelskurs von über dem Vierfachen des mNAV aggressiv neue Aktien verkaufen, um mehr Bitcoin zu kaufen. Bei einem Kurs zwischen 2,5 und 4 mNAV wird man ebenfalls Aktien ausgeben, jedoch nur bei guten Gelegenheiten.

Allerdings wird die Strategie riskanter, wenn der Aktienkurs unter das 2,5-fache des mNAV fällt. In diesem Fall plant MicroStrategy, nicht nur Bitcoins zu kaufen, sondern auch Anleihezinsen zu begleichen, bevorzugte Dividenden zu zahlen und andere Bedürfnisse abzudecken.

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Experten äußern Besorgnis über die Strategie

Trotz der Erklärungen von Saylor äußern einige Experten Bedenken. Dom Kwok, Mitbegründer des Unternehmens EasyA, wies darauf hin, dass die Strategie das Unternehmen möglicherweise in einen „Teufelskreis“ führen könnte. Er argumentiert, dass der Verkauf neuer Aktien zur Bedienung von Schulden die Anteile der Aktionäre weiter verwässern wird, was den Aktienkurs weiter drücken könnte.

Kwok warnt, dass die Strategie in einem Kreislauf münden könnte, wo sinkende Aktienpreise und steigende Schuldenlasten zu einem Punkt führen, an dem das Unternehmen gezwungen sein könnte, einige seiner Bitcoins zu verkaufen, um über Wasser zu bleiben. Auch andere Kommentatoren, wie sich anonym gebende Personen im Markt, deuten darauf hin, dass die Strategie nicht nachhaltig sein könnte.

Trotz dieser Herausforderungen hält MicroStrategy weiterhin die größten Unternehmensbestände an Bitcoin weltweit und Saylor fördert Bitcoin als langfristigen Wertspeicher. Es gibt jedoch zunehmende Kritik von Analysten, die hinterfragen, ob das Geschäftsmodell von MicroStrategy aufrechtzuerhalten ist.

Zusammenfassend sieht sich die Strategie von MicroStrategy erheblichen Herausforderungen gegenübers, während sich das Unternehmen weiterhin einen Platz im Bitcoin-Markt sichern möchte.

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Patrick Lenz

Patrick Lenz ist Ökonom und war anfangs skeptisch gegenüber Bitcoin. Nach dem Bullrun 2017 änderte sich seine Sicht. Er bereut, nicht früher investiert zu haben, und konzentriert sich heute auf die wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von Bitcoin. Er unterstützt DeFi, ist aber überzeugt, dass Bitcoin erst sein volles Potenzial erreicht, wenn große Finanzakteure es integrieren. In seinen Artikeln beleuchtet er den Konflikt zwischen Bitcoins dezentralen Wurzeln und der Realität der Massenadoption.

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