Bitcoin News

Nordkorea als Bitcoin-Wal: Hackergruppe Lazarus übertrifft Staaten

"Wie ein geheimes Regime zur viertgrößten Bitcoin-Nation aufstieg und welche Risiken sich daraus ergeben."

Auf Einen Blick

  • Die Lazarus-Gruppe, staatlich unterstützte Hacker aus Nordkorea, hat durch den Bybit-Hack 1,46 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen gestohlen.
  • Nordkorea hält nun 13,518 BTC, was einem Wert von etwa 1,13 Milliarden US-Dollar entspricht und das Land auf den vierten Platz global unter den staatlichen Bitcoin-Investoren bringt.
  • Die Strategie Nordkoreas, Bitcoin zu sammeln, erfolgt inmitten von westlichen Sanktionen und wirft Fragen zu den langfristigen Zielen der Gruppe auf.

Was geschah?

Die als Lazarus-Gruppe bekannte Hacker-Gruppe aus Nordkorea hat den größten Überfall in der Geschichte der Kryptowährung durchgeführt, indem sie die Krypto-Börse Bybit im Februar angegriffen hat. Bei diesem Überfall wurden Kryptowährungen im Wert von 1,46 Milliarden US-Dollar, überwiegend in Ethereum, erbeutet.

Wer war beteiligt?

Die staatlich unterstützten Hacker von Nordkorea, bekannt als die Lazarus-Gruppe, sind maßgeblich für den Überfall verantwortlich. Diese Gruppe hat sich einen schrecklichen Ruf für ihre kriminellen Aktivitäten im Bereich der Kryptowährungen erarbeitet.

Wo und wann geschah das?

Der Überfall fand auf der Krypto-Börse Bybit statt, und die Ernte der illegalen Gelder erfolgte im Februar. Nach dem Hack konvertierten die Hacker den Großteil der gestohlenen Gelder sofort in Bitcoin.

Nordkoreas Bitcoin-Besitz und dessen Bedeutung

Durch die Umwandlung der erbeuteten Gelder in Bitcoin hat die Lazarus-Gruppe nun 13,518 BTC im Besitz, was rund 1,13 Milliarden US-Dollar wert ist. Dies katapultiert Nordkorea auf den vierten Platz unter den staatlichen Bitcoin-Besitzern weltweit, vor Ländern wie Bhutan, das 10,634 BTC (886 Millionen US-Dollar) hält, und El Salvador, das 6,118 BTC (509,5 Millionen US-Dollar) besitzt. Im Gegensatz zu Nordkorea, das auf illegale Methoden zurückgreift, haben diese beiden Länder ihre Bestände durch wohlwollende Initiativen erworben.

Siehe auch  Profitieren Sie von Bitcoin: Layer 2 Kryptos, die Sie kennen sollten

Die internationalen Kryptowährungs-Halter

An der Spitze der Liste liegen die Vereinigten Staaten, China und das Vereinigte Königreich, die ihre Bitcoins durch Beschlagnahmungen und nicht wie die Lazarus-Gruppe durch Hacks erworben haben. Die USA besitzen 198,109 BTC (16,47 Milliarden US-Dollar), China hat 195,000 BTC, und das Vereinigte Königreich hält 61,245 BTC (5,1 Milliarden US-Dollar).

Strategische Implikationen für Nordkorea

Die zeitlichen Zusammenhänge zwischen dem Hack und Nordkoreas Umwandlung der Gelder in Bitcoin lassen aufhorchen. Die USA haben seit den Präsidentschaftswahlen unter Donald Trump versucht, eine strategische Bitcoin-Reserve aufzubauen. Diese Entwicklung stellt die Branche vor Herausforderungen, da die Aktivitäten der Lazarus-Gruppe die Bemühungen zur Finanzierung von Nordkoreas Devisenreserven stärken, während das Land unter westlichen Sanktionen leidet.

Fazit

Die Aktivitäten der Lazarus-Gruppe und ihr ansteigender Bitcoin-Besitz sind nicht nur bemerkenswert, sondern werfen auch grundlegende Fragen zu den Absichten Nordkoreas in Bezug auf Kryptowährungen auf. Während die Welt weiterhin die Strategien dieser Hacker-Gruppe beobachtet, bleibt die Sorge um die Auswirkungen auf die globale Finanzierung und Sicherheit bestehen.

Haftungsausschluss:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung oder Anlageempfehlung dar. Die geäußerten Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht zwingend die Ansichten von News-Krypto.de wider. Investitionen in Kryptowährungen bergen erhebliche Risiken – bitte informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie einen Fachberater, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. News-Krypto.de übernimmt keine Haftung für etwaige Verluste.

Bitcoin (BTC)
0.2%
81,907.52
163.82

🔵 Für aktuelle Bitcoin-News klicken Sie hier und bleiben Sie immer informiert! 🔵

Patrick Lenz

Patrick Lenz ist Ökonom und war anfangs skeptisch gegenüber Bitcoin. Nach dem Bullrun 2017 änderte sich seine Sicht. Er bereut, nicht früher investiert zu haben, und konzentriert sich heute auf die wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von Bitcoin. Er unterstützt DeFi, ist aber überzeugt, dass Bitcoin erst sein volles Potenzial erreicht, wenn große Finanzakteure es integrieren. In seinen Artikeln beleuchtet er den Konflikt zwischen Bitcoins dezentralen Wurzeln und der Realität der Massenadoption.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"