Ray Dalio : Warnung vor Bitcoin birgt Risiken für Staatsreserven
"Warum digitale Währungen trotz wachsender Beliebtheit als Reserve nicht ausreichen: Dalios Einblicke in die Herausforderungen von Bitcoin und die Probleme der Staatsverschuldung."

Auf Einen Blick
- Billionär Ray Dalio äußert Bedenken, dass Bitcoin als Reservewährung für Länder ungeeignet ist.
- Dalio hält etwa 1% seines Portfolios in Bitcoin, warnt jedoch vor der Verfolgbarkeit und den Gefahren durch Quantencomputing.
- Er sieht physisches Gold als stabilere Alternative in einem Umfeld steigender Schulden und politischer Instabilität.
Bedenken gegen Bitcoin als Reservewährung
Billionär und Investor Ray Dalio hat in einem Interview mit CNBC betont, dass Bitcoin trotz des weltweiten Interesses an digitalen Vermögenswerten nicht als Reservewährung für bedeutende Länder dienen kann. Er besitzt zwar eine kleine Menge Bitcoin, die rund 1% seines Portfolios ausmacht, doch sieht er das Design von Bitcoin als hinderlich für eine Verwendung als nationale Reserve.
Bitcoin kann nachverfolgt werden
Dalio erklärte, dass Bitcoin nachverfolgt werden kann und eines Tages durch Quantencomputing gefährdet sein könnte. Dies könnte dazu führen, dass Regierungen oder Hacker die Kontrolle über Bitcoin übernehmen können. Diese Schwächen machen BTC seiner Meinung nach ungeeignet für die Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit, die für Reservevermögenswerte erforderlich sind.
Gold als stabilere Option
In seiner Argumentation führte Dalio weiter an, dass physisches Gold die stärkste nicht-fiduziale Alternative bleibt. Gold ist unabhängig von digitalen Netzwerken oder Emittenten, was es in einem von steigenden Schuldenrisiken und politischer Instabilität geprägten Umfeld zuverlässiger macht.
Globale Schulden als zentrale Krise
Während Bitcoin Aufmerksamkeit auf sich zieht, hebt Dalio hervor, dass die eigentliche Krise in der globalen Staatsverschuldung liegt. Er warnt, dass die Ausgabe von Schulden in großen Volkswirtschaften rasant zunimmt, was ein gefährliches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage schafft. Dalio erläutert: „Schulden sind Geld und Geld sind Schulden“, was bedeutet, dass die Überproduktion von Schulden deren Wert verringert. In den kommenden drei Jahren erwartet er, dass sich dieses Problem verschärfen wird.
Politische Instabilität als Folge
Die Problematik betrifft nicht nur die Vereinigten Staaten. Länder wie das Vereinigte Königreich und Frankreich erreichen Grenzen, an denen die Märkte kein zusätzliches Regierungskapital mehr nachfragen. Steuererhöhungen veranlassen Menschen zur Flucht, Ausgabenkürzungen sind politisch unrealistisch, und die Defizite steigen weiter.
Risiken in privaten Märkten
Dalio hebt auch die zunehmenden Risiken in privaten Märkten wie Private Equity und Venture Capital hervor. Unternehmen haben Schwierigkeiten, Geschäfte abzuschließen, Renditen zu erwirtschaften oder Geld zu beschaffen. Viele Produkte im Bereich private Kreditvergabe sind mit diesen schwächelnden Märkten verbunden und stellen eine „riskante Dynamik“ dar, besonders in Verbindung mit Hebelprodukten wie ETFs, die die Volatilität verstärken.
Wachsende Wohlstandskluft
Dalio bemerkt zudem, dass die steigenden Wohlstandsunterschiede und schwachen Volkswirtschaften zu politischer Instabilität führen. Einige Länder erleben wechselnde Führungen innerhalb weniger Jahre.
Schlussfolgerung
Während Dalio das Potenzial von Bitcoin in Frage stellt, richtet sich sein Fokus auf die schwerwiegenderen Herausforderungen der globalen Schuldenkrise und der politischen Unsicherheit. Seine Ansichten zur Stabilität von Gold könnten wichtige Denkanstöße für Investoren bieten, die in einem unbeständigen wirtschaftlichen Klima agieren wollen.
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