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Ukrainisches Parlament : Gesetzesentwurf legalisiert Bitcoin mit 23 % Steuern

"Ein Schritt in die Digitalisierung: Wie die Ukraine mit klaren Steuervorschriften das Krypto-Ökosystem revolutionieren will"

Ukrainisches Parlament genehmigt ersten Gesetzesentwurf zur Legalisierung und Besteuerung von Bitcoin

Auf Einen Blick

  • Das ukrainische Parlament hat einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung von Kryptowährungen mit 246 Stimmen genehmigt.
  • Die Gesetzesvorlage sieht einen Einkommensteuersatz von 18% und einen militärischen Steuersatz von 5% vor.
  • Ukraine ist im globalen Krypto-Markt eine der aktivsten Nationen, die im Jahr 2025 den 8. Platz im Global Crypto Adoption Index belegt.

Wichtige Entwicklung im Bereich Krypto-Regulierung

Das ukrainische Parlament hat einen bedeutenden Schritt unternommen und den ersten Entwurf eines Gesetzes genehmigt, das darauf abzielt, Kryptowährungen zu legalisieren und ein neues Steuersystem für Gewinne aus Krypto-Transaktionen einzuführen. Der Abgeordnete Yaroslav Zhelezniak bekräftigte auf seinem Telegram-Kanal, dass die Maßnahme 246 Stimmen erhalten hat, was auf eine breite politische Unterstützung hinweist.

Steuersätze und Anreize zur Einhaltung

Die Gesetzesvorlage definiert eine duale Steuerstruktur. Gewinne aus Kryptowährungen, einschließlich Bitcoin, unterliegen einem Einkommensteuersatz von 18% sowie einem militärischen Steuersatz von 5%, was insgesamt einen Steuersatz von 23% ergibt. Diese Regelung entspricht den früheren Empfehlungen der ukrainischen Finanzaufsicht. Um eine frühzeitige Einhaltung zu fördern, sieht der Entwurf eine vorübergehende 5%ige Steuer auf die Umwandlung von Krypto in Fiat-Währung im ersten Jahr der Einführung vor. Die Gesetzgeber hoffen, dass dieser Anreiz den Übergang erleichtert und mehr Nutzer in das formelle System anzieht.

Regulatorische Aufsicht noch unklar

Obwohl die Gesetzesvorlage konkrete Steuerverpflichtungen festlegt, bleibt offen, welche Behörde die Aufsicht über den Sektor übernehmen wird. Zwischen dem Nationalen Bank der Ukraine und der Nationalen Wertpapier- und Börsenkommission sind bisher keine Entscheidungen getroffen worden. Zhelezniak hat angekündigt, dass vor der zweiten Lesung des Gesetzes noch Änderungen zu erwarten sind und betonte, dass der aktuelle Entwurf nur ein Ausgangspunkt sei, der möglicherweise maßgeblich überarbeitet wird.

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Ukraines starke Position im globalen Krypto-Markt

Ukraine hat sich als einer der aktivsten Krypto-Märkte weltweit etabliert. Laut dem Global Crypto Adoption Index von Chainalysis im Jahr 2025 belegt das Land den achten Platz insgesamt. Besonders in Kategorien wie zentralisierte Handelsvolumina und DeFi-Beteiligung zeigt Ukraine eine hohe Leistungsfähigkeit, die ihre breite Anziehungskraft unterstreicht. Die Rolle digitaler Vermögenswerte in der ukrainischen Wirtschaft ist besonders seit dem Krieg mit Russland im Jahr 2022 von Bedeutung. Kryptowährungen haben die Beschaffung von Geldern, grenzüberschreitende Zahlungen und finanzielle Unterstützung für Gemeinschaften erleichtert, was die Akzeptanz von Krypto im Vergleich zu vielen anderen Ländern beschleunigt hat.

Globale Trends zur Besteuerung von Krypto

Diese Initiative der Ukraine erfolgt in einem globalen Kontext, in dem zunehmend Regierungen Strategien zur Besteuerung von digitalen Vermögenswerten entwickeln. In Dänemark wurde im Oktober 2024 ein Vorschlag des Steuerrechtsausschusses bekannt, unrealisierten Krypto-Gewinne zu besteuern, der jedoch noch geprüft wird. Brasilien hat im Juni 2025 einen anderen Weg eingeschlagen und seine früheren Ausnahmen aufgehoben, um einen pauschalen Steuersatz von 17,5% auf Krypto-Gewinne einzuführen. In den Vereinigten Staaten war in der unteren Kammer des Gesetzgebers eine Anhörung für Juli 2025 zu einem Steuerrahmen für Krypto-Assets angesetzt.

Abschließend zeigt der neue Gesetzesentwurf zur Legalisierung und Besteuerung von Bitcoin das Engagement der Ukraine, sich an internationale Standards anzupassen und den wachsenden Sektor der digitalen Währungen zu regulieren.

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Patrick Lenz

Patrick Lenz ist Ökonom und war anfangs skeptisch gegenüber Bitcoin. Nach dem Bullrun 2017 änderte sich seine Sicht. Er bereut, nicht früher investiert zu haben, und konzentriert sich heute auf die wirtschaftlichen und institutionellen Auswirkungen von Bitcoin. Er unterstützt DeFi, ist aber überzeugt, dass Bitcoin erst sein volles Potenzial erreicht, wenn große Finanzakteure es integrieren. In seinen Artikeln beleuchtet er den Konflikt zwischen Bitcoins dezentralen Wurzeln und der Realität der Massenadoption.

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