Debanking von Krypto-Firmen: Herausforderungen bleiben trotz neuer Gesetze
"Warum der Schatten der Bankenkrise weiterhin auf der Krypto-Branche lastet und welche Herausforderungen noch bestehen."

Im Jahr 2023 erlebte die Krypto-Industrie in den USA erhebliche Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Bankdienstleistungen. Trotz positiver rechtlicher Entwicklungen wirken sich diese Probleme weiterhin auf die Branche aus, was unter Experten und Branchenführern für Besorgnis sorgt.
Krypto-Industrie und Debanking-Problematik
Die Vorwürfe des Debankings wurden entbrannt, als im Jahr 2023 mehrere Banken, die als krypto-freundlich galten, zusammenbrachen. Dies führte zu dem Verdacht auf eine von der Regierung unterstützte Initiative, die als Operation Chokepoint 2.0 bekannt wurde, um Banken dazu zu bringen, die Zusammenarbeit mit Krypto-Firmen zu beenden. Nic Carter, ein angesehener Risikokapitalgeber, kritisierte diese Maßnahme als unverhältnismäßigen Druck auf Finanzinstitutionen.
Stimmen aus der Branche
Caitlin Long, Founder und CEO von Custodia Bank, äußerte sich zu den anhaltenden Schwierigkeiten der Krypto-Branche während einer Sendung von Cointelegraph. Sie warnte, dass die Probleme mit dem Zugang zu Bankdienstleistungen noch längst nicht gelöst sind. Long erklärte, dass zwei krypto-freundliche Banken derzeit unter der Aufsicht der Federal Reserve stehen, was bedeutet, dass diese Institute von einer Vielzahl von Prüfern überwacht werden.
„Es ist verfrüht zu sagen, dass das Debanking vorbei ist“, betonte Long und wies auf die immer noch bestehende Unsicherheit hin, insbesondere angesichts der unterschiedlichen Ansichten zwischen den Aufsichtsbehörden.
Der Einfluss auf Europa
Die Problematik des Debankings beschränkt sich jedoch nicht nur auf die USA. Anastasija Plotnikova, CEO eines Unternehmens für Blockchain-Regulierungen, stellte fest, dass Krypto-Firmen auch in Europa mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Sie erinnerte sich an persönliche Erfahrungen, in denen ihre Konten in den Jahren 2017 bis 2022 geschlossen wurden, und sprach von den Schwierigkeiten, die sowohl Nutzer als auch Unternehmen weiterhin plagen.
Aktuelle Entwicklungen und Konsequenzen
Obwohl die US-Regierung kürzlich Anzeichen einer Entspannung in ihrer Haltung gegenüber der Krypto-Branche zeigte – etwa durch eine Lockerung der Richtlinien für Banken hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Krypto-Firmen – bleibt die Unsicherheit bestehen. President Donald Trump kündigte während des White House Crypto Summit an, Operation Chokepoint 2.0 zu beenden und der Krypto-Branche wieder Zugang zu Bankdienstleistungen zu gewähren.
Dennoch zeigen Berichte, dass während dieser Operation mindestens 30 Krypto- und Technologiegründer ‚geheim‘ debanked wurden, was die betroffenen Unternehmen stark belastete und zu erheblichen finanziellen Verlusten führte.
Schlussfolgerung
Der Krypto-Markt steht an einem kritischen Wendepunkt. Die fortdauernden Probleme mit dem Zugang zu Bankdienstleistungen, sowohl in den USA als auch in Europa, könnten das Wachstum und die Innovationskraft der Branche erheblich einschränken. Der Dialog zwischen Regierungen und der Krypto-Industrie ist entscheidend, um eine Lösung für diese komplexen Herausforderungen zu finden. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die aktuelle Welle positiver rechtlicher Schritte ausreicht, um das Vertrauen der Branchenvertreter in die Bankenlandschaft zurückzugewinnen.
Haftungsausschluss:
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanzberatung oder Anlageempfehlung dar. Die geäußerten Meinungen sind ausschließlich die des Autors und spiegeln nicht zwingend die Ansichten von News-Krypto.de wider. Investitionen in Kryptowährungen bergen erhebliche Risiken – bitte informieren Sie sich eigenständig und konsultieren Sie einen Fachberater, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. News-Krypto.de übernimmt keine Haftung für etwaige Verluste.



