DZ Bank eröffnet Genossenschaftsbanken den Krypto-Handel
Die Zukunft des digitalen Bankings: Wie die DZ Bank den Krypto-Handel revolutioniert und Millionen von Kunden den Zugang zu digitalen Assets erleichtert.

Eine erhebliche Veränderung in der deutschen Bankenlandschaft steht bevor. Die DZ Bank, als zweitgrößte Bank des Landes, hat von der BaFin die Genehmigung für den regulierten Handel mit Kryptowährungen erhalten. Dieser bedeutende Schritt könnte die Art und Weise revolutionieren, wie Bürger in Deutschland mit digitalen Assets interagieren. Denn mit dieser Erlaubnis haben zukünftig über 700 Genossenschaftsbanken die Möglichkeit, Kryptowährungen direkt über ihre Banking-Apps anzubieten.
Ein neuer Standard im Banking
Mit der neuen Plattform „meinKrypto“ wird das Krypto-Trading für die Kunden so einfach gestaltet wie eine typische Überweisung. Es ermöglicht den Nutzern den Handel mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Cardano innerhalb der gewohnten Infrastruktur ihrer Bank. Die technische Basis dieser Plattform stammt von Atruvia, einem IT-Dienstleister der Genossenschaftsbanken. Die Sicherstellung der Verwahrung erfolgt nach deutschen Standards durch Boerse Stuttgart Digital, während die Handelsausführung über die EUWAX AG, eine Tochtergesellschaft der Börse Stuttgart, gewährleistet wird.
Die Breite der Akzeptanz von Krypto-Diensten
Die Bedeutung dieser Entwicklung wird durch eine Umfrage des Deutschen Genossenschaftsverbands unterstrichen: 71 Prozent der Volks- und Raiffeisenbanken erwägen bereits die Einführung von Krypto-Diensten. Diese Zahl stellt einen signifikanten Anstieg dar, verglichen mit dem Vorjahr. Ein Drittel der Banken plant, binnen fünf Monaten mit diesen Dienstleistungen zu starten, was auf eine wachsende Akzeptanz und Anpassungsbereitschaft in der Branche hinweist.
Kompetenz und Vertrauen im Krypto-Markt
Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung ist das Vertrauen, das Kunden in ihre Hausbank setzen. Diese Vertrauensbasis ermöglicht es Banken wie der DZ Bank, konservative Anleger anzusprechen, die zurückhaltend gegenüber den oft als risikobehaftet wahrgenommenen Kryptowährungen sind. Oft ist es so, dass Investoren Bedenken haben, sich bei unbekannten Handelsplattformen anzumelden, jedoch in der gewohnten Umgebung ihrer Bank gerne tätig werden würden.
Regulatorische Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Akzeptanz
Die MiCAR oder Markets in Crypto-Assets Regulation stellt einen klaren Rahmen für die regulatorische Sicherheit im Krypto-Bereich dar. Diese Regelung schafft Verbraucherschutz- und Compliance-Standards, die es Banken ermöglichen, Krypto-Dienste unter den gleichen Voraussetzungen wie traditionelle Finanzprodukte anzubieten. Für die DZ Bank bedeutet dies rechtliche Absicherung und konkrete Möglichkeiten zur Erlangung neuer Geschäftsfelder.
Ein Modell für die Zukunft
Die Genehmigung der DZ Bank wird als Wendepunkt für die Bankenbranche betrachtet. Nicht mehr die Startups dominieren den Markt, sondern etablierte Finanzinstitute, die auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückblicken können. Das zeigt, dass traditionelle Banken nicht nur im klassischen Bankgeschäft, sondern auch im Krypto-Markt eine dominante Rolle spielen können.
Schlussfolgerung: Ein wachsendes Vertrauen in digitale Assets
Für die Branche ist klar: Die Zukunft der Finanzdienstleistungen liegt in der Integration von Krypto-Diensten. Die DZ Bank setzt mit ihrer Genehmigung neue Standards und ermutigt andere Banken, sich ebenfalls diesem Wandel anzupassen. Kunden können bald auf eine einfache und vertraute Weise in digitale Assets investieren, was die Hemmschwelle senkt und deutlich macht, dass Krypto-Märkte nun auch im Mainstream angekommen sind.



