Sergeenkov : Analyse zeigt $740.000 Verlust durch Adressvergiftung auf Ethereum
„Wie Angreifer von sinkenden Transaktionsgebühren profitieren und das Ethereum-Netzwerk ins Visier nehmen“

Auf Einen Blick
- Seit Dezember sind die Ethereum-Netzwerkaktivitäten stark angestiegen.
- Über $740,000 wurden durch Adress-Poisoning-Attacken gestohlen.
- Die Angriffe nutzen vergleichsweise niedrige Transaktionsgebühren nach dem Fusaka-Upgrade.
Erhöhung der Netzwerkaktivität
Die Ethereum-Blockchain hat im vergangenen Monat einen bemerkenswerten Anstieg der Netzwerknutzung erlebt, was eine Verdopplung der aktiven Adressen auf fast 8 Millionen zur Folge hatte. Laut dem Sicherheitsforscher Andrey Sergeenkov stiegen die täglichen Transaktionen auf ein Rekordhoch von fast 2,9 Millionen. Insbesondere in der Woche ab dem 12. Januar wurden 2,7 Millionen neue Adressen registriert, was eine Steigerung um 170 % im Vergleich zu den üblichen Werten darstellt.
Adress-Poisoning-Attacken und Auswirkungen
Diese Zunahme könnte jedoch mit einer Welle von Adress-Poisoning-Attacken in Verbindung stehen. Diese Form des Angriffs ist wirtschaftlich attraktiver geworden, seit das Fusaka-Upgrade im Dezember die Transaktionsgebühren dramatisch gesenkt hat. Simon Sergeenkov erklärt, dass Netzwerkkosten um mehr als 60 % gesunken sind, was Adress-Poisoning für Kriminelle lukrativer macht. Er betont, dass ohne eine Verbesserung der Benutzersicherheit keine skalierbare Infrastruktur entwickelt werden könne.
Mechanik der Angriffe
Bei Adress-Poisoning senden Betrüger kleine Transaktionen von Wallet-Adressen, die echten Adressen ähneln, um Nutzer zu täuschen. Die Täter überweisen in der Regel kleine Beträge, häufig in Stablecoins, an spezifische sogenannte „Dust-Distributor“-Adressen. Sergeenkov ermittelte diese Adressen, indem er nach Wallets suchte, die weniger als einen Dollar als erste Stablecoin-Transaktion erhielten. Um die Dust-Distributor-Adressen zu identifizieren, konzentrierte er sich auf solche, die an mehr als 10.000 Empfänger Transaktionen sendeten. Diese Adressen können dann Millionen potenzieller Opfer erreichen und falsche Einträge in Transaktionshistorien erstellen.
Laut Sergeenkov haben einige der erfolgreichsten Dust-Distributor-Adressen über 400.000 Empfänger erreicht, und bislang wurden mehr als $740,000 von 116 Opfern durch diese Methode gestohlen.
Fazit
Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen im Ethereum-Netzwerk, dass es notwendig ist, die Sicherheit für Nutzer zu verbessern, um solche Angriffe zu verhindern und Vertrauen in die Plattform wiederherzustellen.
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