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Hester Peirce über Selbstverwahrung und Krypto-Freiheit

Kryptowährungen in der eigenen Hand: Wie die Selbstverwahrung zur Debatte über Freiheit und Privatsphäre in der digitalen Finanzwelt wird.

In letzter Zeit gewinnt die Diskussion über Selbstverwahrung und Datensicherheit von Kryptowährungen zunehmend an Bedeutung. Hester Peirce, Kommissarin der US-Börsenaufsicht SEC und Leiterin der Crypto Task Force, hebt die Relevanz persönlicher Vermögensverwaltung und den Schutz der Privatsphäre hervor.

Ein grundlegendes Menschenrecht

„Ich bin eine Verfechterin maximaler Freiheit“, betonte Peirce im Podcast „The Rollup“. Ihrer Meinung nach ist die Selbstverwahrung von Kryptowährungen ein elementares Menschenrecht. Sie stellt die Frage in den Raum, warum Einzelpersonen für die Verwahrung ihrer Vermögenswerte auf Dritte angewiesen sein sollten. Peirce sieht diese Diskussion als kritisch an, insbesondere in einem Land, das auf Freiheit und individuelle Rechte setzt.

Die digitale Privatsphäre im Fokus

Darüber hinaus plädiert Peirce für den Schutz der Privatsphäre im Internet. „Es sollte nicht als unrechtmäßig angesehen werden, wenn jemand seine finanziellen Transaktionen privat halten möchte“, so ihre Meinung. Diese Sichtweise stellt aktuelle gesellschaftliche Auffassungen in Frage, die oft eine Offenlegung von finanziellen Informationen fordern.

Der Gesetzgebungsprozess und seine Auswirkungen

Diese Äußerungen stehen im Kontext des Digital Asset Market Structure Clarity Act, der unter anderem Regelungen zur Selbstverwahrung und zur Bekämpfung von Geldwäsche umfasst. Der parlamentarische Prozess dazu wurde laut Senator Tim Scott auf 2026 verschoben, was die Dringlichkeit der Diskussion um Rechte für Krypto-Anleger weiter verstärkt.

Ein Wandel im Verhalten der Investoren

Ein wichtiger Aspekt dieser Thematik ist der Trend weg von der Selbstverwahrung. So stellen viele langfristige Anleger und größere Bitcoin-Wale fest, dass sie zunehmend auf ETFs wechseln. Dies geschieht vor allem, um die steuerlichen Vorteile und die einfachere Handhabung von Kryptowährungen in regulierten Strukturen zu nutzen. Dr. Martin Hiesboeck von der Kryptobörse Uphold bemerkt, dass es einen signifikanten Rückgang bei selbstverwahrten Bitcoins gibt – den ersten seit 15 Jahren.

Die Verantwortung der Crypto-Community

Die Genehmigung von Sachwertbildung für Krypto-ETFs durch die SEC im Juli hat diesen Trend weiter angeheizt. Hiesboeck sieht darin die Abkehr von der Philosophie „Not your Keys, not your Coins“, die die ursprünglichen Werte von Kryptowährungen prägen. Ein prominentes Beispiel ist der Bitcoin-Analyst PlanB, der kürzlich ebenfalls seine BTC in ETFs übertragen hat, um die Komplexität der Verwaltung von Private Keys zu vermeiden.

Fazit: Eine kritische Auseinandersetzung

Diese Entwicklungen werfen wichtige Fragen auf. Der Wert der Selbstverwahrung und der Datenschutz im Kryptowährungsbereich ist essenziell, insbesondere bei den gegenwärtig diskutierten gesetzlichen Regelungen. Die Crypto-Community muss sich dringend mit diesen Aspekten auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass grundlegende Rechte und Philosophien gewahrt bleiben.

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