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Krypto-Investitionen: Zeit für einen Neuanfang bei Institutionen

"Warum institutionelle Anleger die Chancen des digitalen Marktes nicht erkennen: Ein Blick auf Liquidität und Volatilität als Schlüssel zu überlegenen Renditen"

Institutionelle Investoren stehen oft vor der Herausforderung, neueste Trends in den Finanzmärkten zu erkennen und zu nutzen. Ein jüngster Diskurs von Jeff Park, einem aktiven Portfoliomanager bei Bitwise Asset Management, beleuchtet die Notwendigkeit, die Strategien im Umgang mit Kryptowährungen zu überdenken.

Die Vorteile der Liquidität für Institutionen

Park erörtert, dass herkömmliche Anlagestrategien, die auf illiquide Investments abzielen, in der Welt der Kryptowährungen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen. Stattdessen plädiert er für die Berücksichtigung von „Liquid Alpha“, einem Konzept, das die Vorteile von liquiden Märkten in den Mittelpunkt stellt. Liquidität beschreibt die Fähigkeit, Vermögenswerte schnell ohne nennenswerten Wertverlust zu kaufen oder zu verkaufen.

Die Lektionen aus der Geschichte

Die Überlegungen von Park basieren auf der Philosophie von David Swensen, dem ehemaligen CIO des Yale Endowments. Swensen stellte die Idee vor, dass illiquide Anlagen eine Renditeprämie bieten und dafür längere Bindungsfristen rechtfertigen. Jedoch ist Park der Meinung, dass die Regeln für Kryptowährungen anders sind. „Die Struktur der Renditen ist bei Kryptowährungen nicht wie in anderen Märkten, die täglichen Performanceberichte machen das Investieren in dieser Klasse besonders reizvoll“, erklärt Park.

Handelsstrategien in volatilen Zeiten

Ein interessanter Aspekt ist die Analyse von Handelsstrategien während volatiler Perioden. Während Bitcoin im April 2024 um 7% gefallen ist, zeigten Handelsstrategien beeindruckende annualisierte Renditen von 70%. Park hebt hervor, dass solche kurzfristigen Gelegenheiten eine Abkehr von der traditionellen Portfolio-Theorie erfordern, die illiquide Anlagen privilegiert.

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Die große Kluft zwischen traditionellem und digitalem Investment

Trotz der revolutionären Einsichten von Park setzen institutionelle Investoren weiterhin auf klassische Venture Capital-Modelle in der Kryptowelt. „Die Märkte für liquide Kryptowährungen sind weitaus skalierbarer für Institutionen als Venture-Kapital-Märkte, die naturgemäß Kapazitätsgrenzen haben“, erklärt er und verweist auf Handelsvolumina von über 2,5 Billionen USD. Diese Zahl verdeutlicht die enorme Aktivität und skalierbare Natur des Marktes.

Volatilität als Chance

Parks Sichtweise auf die Volatilität der Kryptowährungen ist bemerkenswert: Er bezeichnet sie als Vorteil, nicht als Risiko. Wenn die Volatilität des S&P 500 vergleichbar hoch wäre, würden sich die Erwartungen an die Renditen aus Privatinvestitionen wesentlich verändern. „In der Kryptowelt eröffnet diese Volatilität Gelegenheiten, die große Institutionen nutzen könnten, ohne ein Jahrzehnt warten zu müssen“, so der Bitwise-Manager.

Ein Aufruf zur Anpassung und Innovation

Abschließend betont Park, dass die Zukunft der institutionellen Anlagen in einem Paradigmenwechsel liegt. Der nächste Pionier im Bereich der institutionellen Investitionen wird jemand sein, der erkennt, dass der Vorteil von Kryptowährungen nicht darin liegt, traditionelle Modelle zu kopieren. Vielmehr sollte die Liquidität und Volatilität von Kryptowährungen in den Fokus gerückt werden. Die Herausforderungen und Chancen dieser neuen Anlageklasse bieten ein enormes Potenzial für innovative Strategien.

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