Kryptomarkt im Gefühlschaos: Suchanfragen auf Rekordtief
Suchinteresse an Kryptowährungen im Sinkflug: Was das für die Marktstimmung und zukünftige Investitionsentscheidungen bedeutet.

Das gegenwärtige Suchinteresse an „Krypto“ auf Google weist alarmierende Tendenzen auf und verdeutlicht die prekäre Situation der Anleger. Inmitten eines allgemeinen Marktabschwungs sank die Gesamtmarktkapitalisierung von Kryptowährungen drastisch und erreichte einen Wert von etwa 2,4 Billionen US-Dollar, nachdem sie zuvor über 4,2 Billionen US-Dollar gelegen hatte. Diese Entwicklung hat auch direkte Auswirkungen auf das Anlegerverhalten weltweit.
Rückgang der Marktaktivität und Suchanfragen
Aktuelle Google-Trends zeigen, dass das weltweite Suchvolumen für „Krypto“ bei nur 30 von 100 liegt. Das bedeutet, dass das Interesse in diesem Bereich auf einem Jahresminimum angelangt ist. Zum Vergleich: Der höchste Wert von 100 wurde zuletzt im August 2025 erreicht, als die Marktkapitalisierung ihren Rekordwert feierte. Das 12-Monats-Tief wurde bei 24 verzeichnet, was auf eine insgesamt schwache Nachfrage nach Informationen über Kryptowährungen hinweist.
Vergleich der Suchaktivität
Die Daten aus den USA spiegeln ähnliche Trends wider. Hier erreichte das Suchinteresse im Juli 100, fiel jedoch im Januar auf unter 37, bevor es Anfang Februar wieder auf 56 anstieg. Das Jahrestief in den USA lag bei 32, was im Zusammenhang mit dem Börsencrash im April 2025 durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump steht.
Stimmungsbarometer für Anleger
Suchanfragen auf Google werden oft als Indikator für die Anlegerstimmung betrachtet. Diese Analyse wird durch den Crypto Fear & Greed Index ergänzt. Dieser maßgebliche Marktindikator misst die Emotionen der Anleger und hat kürzlich einen Rekordtiefpunkt von 5 Punkten erreicht, bevor er bis zum Sonntag auf 8 Punkte stieg. Trotz dieses Anstiegs bleibt die Stimmung „extrem ängstlich“, was auf eine große Unsicherheit im Markt hinweist.
Historische Vergleiche
Die gegenwärtige Stimmung bei Krypto-Investoren erinnert an die Zeit nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems im Jahr 2022. Der Schock dieser Ereignisse führte zu einer Welle von Liquidationen und beschleunigte den Bärenmarkt, was die Herangehensweise der Anleger maßgeblich veränderte.
Die Suche nach Perspektiven
Laut der Plattform Santiment sind Investoren derzeit aktiv auf der Suche nach sozialen Signalen, die darauf hindeuten, dass der Kryptomarkt seinen Tiefpunkt erreicht hat, um den idealen Zeitpunkt für eine Investition zu finden. „Die Stimmung der Anleger ist extrem pessimistisch. Das Verhältnis von positiven zu negativen Kommentaren hat stark abgenommen, wobei negative Kommentare ihren höchsten Stand seit Dezember erreicht haben“, schreibt Santiment in einem aktuellen Bericht.
Fazit
Insgesamt zeigt sich, dass das Interesse an Kryptowährungen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch psychologische Dimensionen hat. Die gegenwärtige Markt- und Suchentwicklung könnte sowohl einen Wendepunkt für neue Strategien der Investoren als auch eine Chance für die Erholung der Krypto-Branche darstellen. In Anbetracht der aktuellen Lage bleibt abzuwarten, wie sich die Stimmung unter den Anlegern weiter entwickeln wird und ob sich neue Trends abzeichnen.



