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Kryptorenditen fangen an, weniger auszuzahlen als Staatsanleihen


Die einst notorisch hohen Renditen von Krypto-Leihdiensten kämpfen nun damit, mit traditionelleren, sichereren Optionen zu konkurrieren.

Während die Renditen für 3-monatige Schatzanweisungen langsam steigen, sind die Kreditzinsen von AAVE auf USDC seit Mai massiv eingebrochen. Die Zinsen für die beiden Produkte haben sich inzwischen gekreuzt, was bedeutet, dass Staatsanleihen eine bessere Auszahlung bieten als ihre dezentrale Konkurrenz.

Hohes Risiko, geringe Belohnung?

Nach Angaben von Bloomberg und Aavewatch, USDC hinterlegt in AAVE V2 on Ethereum bringt jetzt nur noch 0,2 % pro Jahr – ein Rückgang von 2,4 % Mitte Mai. Im Gegensatz dazu haben sich 3-Monats-Schatzwechsel in den USA im selben Zeitraum von 1 % auf 3 % verdreifacht.

Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Aktivitäten der Federal Reserve, was die Rendite in allen Sektoren außer Krypto in die Höhe getrieben hat. Die Märkte für digitale Vermögenswerte folgen immer noch weitgehend dem Aktienmarkt, der als Reaktion auf die restriktive Politik der Zentralbank natürlich abgesackt ist. Dieselbe Politik hat einen stetigen Aufwärtstrend für kurzfristige Schatzwechsel ausgelöst.

Der stärkste Rückgang der Renditen bei AAVE trat zwischen dem 13. und 22. Mai auf und fiel von 2,4 % auf 0,9 %. Das war nur eine Woche später Terras Zusammenbruchwas dazu beitrug, in den folgenden Monaten eine massive ansteckende Kernschmelze in der Stablecoin-Verleiharena auszulösen.

Dies signalisiert jedoch keineswegs ein geringeres Risiko bei Krypto-Verleihern. Im Gegensatz zu traditionellen Märkten werden Kryptorenditen nicht durch das Risikoprofil bestimmt, sondern durch das Handelsvolumen. Entsprechend DeFi-Lamaist der in DeFi-Protokollen eingeschlossene Gesamtwert seit letztem Jahr erheblich zurückgegangen – insbesondere in diesem Juni.

„Der größere Appetit auf Staatsanleihen hat Krypto Liquidität entzogen“, sagte Sidney Powell, der Vorstandsvorsitzende des Krypto-Kreditunternehmens Maple Finance. Da die Renditen von Staatsanleihen im Wesentlichen risikofrei sind, erweisen sich Staatsanleihen an beiden Fronten als attraktiver als Krypto.

Vor der Verschärfung

Im Jahr 2021 könnte die Situation unterschiedlicher nicht sein. Die Zinssätze – und damit auch die Renditen von Staatsanleihen – waren auf historischen Tiefstständen, während die Krypto-Renditen häufig um die 10 % lagen.

Solche Renditen waren während eines Bullenmarktes leichter aufrechtzuerhalten – insbesondere, als Vermögensverwalter auf der Suche nach höheren Renditen in riskantere Anlagen wie Krypto strömten.

„Jetzt ist das Umfeld ganz anders“, sagte Andrew Sheets, Chief Cross-Asset-Stratege bei Morgan Stanley. „Ein wichtiges Cross-Asset-Thema war der Wechsel von einem Umfeld nahe Null und einem Negativzinsumfeld zu einem Umfeld, in dem Sie über 3 % auf eine T-Bill mit Triple-A-Rating erhalten können, die von der US-Regierung garantiert wird.“

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