Kryptospenden für die Junge Tat: Ein alarmierendes Muster
Kryptowährungen als geheimes Finanzierungsmittel: Wie Aktionen der Jungen Tat die Geldströme beeinflussen

Die zunehmende Verwendung von Kryptowährungen zur Finanzierung extremistischer Gruppen wirft Fragen nach der Sicherheitslage sowie den Möglichkeiten zur Bekämpfung solcher Finanzierungsströme auf. Dabei ist besonders die rechtsextreme Gruppe Junge Tat in der Schweiz aufgefallen, die über Spenden in Bitcoin und Ethereum finanziert wird.
Wachsende Beliebtheit von Kryptowährungen bei Extremisten
In den letzten Jahren haben extremistische Organisationen einen deutlichen Anstieg bei der Nutzung von Kryptowährungen festgestellt. Vor allem seit Beginn der Corona-Pandemie sind solche Spenden global erheblich gestiegen. Eine Studie der Analysefirma Chainalysis zeigt, dass weltweit zwischen 2012 und 2024 rund 21 Millionen Dollar an extremistische Gruppen transferiert wurden, wobei Europa als Hotspot für diese Aktivitäten gilt.
Das Schemata der Spenden nach medienwirksamen Aktionen
Ein bemerkenswertes Muster zeigt sich dabei: Spenden fließen oft genau nach medienwirksamen Aktionen. Am Tag der Anklage gegen führende Köpfe der Jungen Tat gingen beispielsweise 2500 US-Dollar an die Organisation. Solche Fälle sind keine Einzelfälle, sondern wiederholen sich regelmäßig.
Die Bedeutung der Anonymität bei Transaktionen
Ein weiterer Punkt, der die Dynamik dieser Spenden begünstigt, ist die Anonymität, die Kryptowährungen bieten. Große Beträge, wie die 19.000 US-Dollar, die an Silvester 2023 überwiesen wurden, bleiben schwer nachvollziehbar. Auch wenn die Transaktionen bis zu den jeweiligen Wallet-Adressen zurückverfolgt werden können, bleibt die Identität der Spender anonym. Experten warnen, dass dies die Bekämpfung extremistischer Aktivitäten erheblich erschwert.
Die Auswirkungen auf die Gesellschaft
Die Zunahme an Kryptospenden ist nicht nur ein Problem für die Sicherheitsbehörden, sondern hat auch weitreichende gesellschaftliche Konsequenzen. Hans-Jakob Schindler, Direktor des Counter Extremism Project, betont, dass selbst kleine Geldbeträge enormen Einfluss auf solche Organisationen haben können. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Finanzierung extremistischer Gruppen zu überwachen und mögliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Auf alternative Finanzierungsmethoden angewiesen
Die Junge Tat hat sich aufgrund ihrer extremistischen Ausrichtung gezwungen gesehen, auf alternative Finanzierungsquellen zu setzen, nachdem ihr Postfinance-Konto gesperrt wurde. Nun nutzt die Gruppe intensiv Kryptowährungen und veröffentlicht sogar die Adressen ihrer Wallets auf ihrer Website.
Fazit
Die zunehmende Verwendung von Kryptowährungen stellt eine große Herausforderung für die Gesellschaft und die Sicherheitsbehörden dar. Der Zugang zu anonymen Finanzierungswegen ermöglicht es extremistischen Gruppen wie der Jungen Tat, ihre Aktivitäten zu finanzieren und auszubauen. Die beobachteten Trends sind somit nicht nur besorgniserregend, sondern erfordern auch dringende Maßnahmen zur Verbesserung der Finanzkontrolle und -überwachung.



