Pennsylvania könnte Krypto-Geschäfte für Politiker verbieten
Kampf gegen Korruption: Neue Regelungen im Krypto-Sektor und deren politische Implikationen in Pennsylvania

PENNSYLVANIA – Ein neuartiger Gesetzesentwurf könnte weitreichende Konsequenzen für die ethischen Richtlinien im Handel mit Kryptowährungen durch öffentliche Amtsträger haben. Der Abgeordnete Ben Waxman hat den Vorschlag HB1812 eingebracht, der es gewählten Vertretern untersagen soll, während ihrer Amtszeit von digitalen Währungen zu profitieren.
Der Gesetzentwurf im Detail
Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, das Vertrauen der Öffentlichkeit in politische Ämter zu stärken. Waxman kritisiert insbesondere die finanziellen Vorteile, die Ex-Präsident Donald Trump aus Krypto-Projekten wie seiner Memecoin gezogen haben soll. In diesem Zusammenhang nennt Waxman auch die Versuche Trumps, die Regulierung des Kryptomarktes zu lockern, um eigene Projekte zu schützen.
Strafen und Vorschriften
Sollte der Vorschlag Gesetz werden, dürften Amtsträger und deren unmittelbare Angehörige während ihrer Amtszeit sowie ein Jahr danach keine Transaktionen über 1.000 US-Dollar in Kryptowährungen tätigen. Außerdem müssten sie ihre Krypto-Bestände innerhalb von 90 Tagen veräußern. Verstoße man gegen diese Regeln, drohe eine Geldstrafe von bis zu 50.000 US-Dollar oder gar eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
Kontext und Relevanz
Dieser Gesetzesentwurf kommt zu einem Zeitpunkt, als die Diskussion über die Rolle von Kryptowährungen im politischen und wirtschaftlichen Rahmen immer intensiver wird. Parallel dazu hat Abgeordneter Mike Cabell einen Gesetzesentwurf präsentiert, der dem Schatzmeister erlauben würde, bis zu 10 % der Staatsmittel in Bitcoin zu investieren. Dieser Vorschlag hat jedoch bislang nicht das Finanzkomitee des Staates verlassen, was zeigt, dass die Thematik bezüglich Kryptowährungen unterschiedliche Meinungen und Ansichten hervorruft.
Ein Aufruf zur Verantwortlichkeit
Der Vorschlag von Waxman könnte einen bedeutenden Schritt in Richtung größtmöglicher Transparenz und Integrität in politischen Ämtern darstellen. In Zeiten, in denen Korruption und Missbrauch öffentlicher Mittel immer wieder Thema sind, könnte ein solches Verbot den Bürgern zeigen, dass ihre gewählten Vertreter ihre Macht nicht ausnutzen, um persönliche finanzielle Vorteile zu erlangen. Die laufende Debatte über Kryptowährungen und ihre Regulierung bleibt somit ein zentrales Thema für die politische Agenda in Pennsylvania.



