Vanguard bleibt skeptisch: Keine Pläne für Krypto-ETFs
"Die Wende in der Krypto-Strategie: Wird Vanguard endlich auf die Kundenbedürfnisse eingehen?"

Die Zukunft der Krypto-ETFs: Ein Wendepunkt für Vanguard?
Die Finanzwelt beobachtet gespannt die Entwicklungen im Bereich der Kryptowährungen und Investmentfonds. Besonders im Fokus steht Vanguard, der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt, dessen Entscheidungen weitreichende Auswirkungen auf den Markt haben könnten.
Der Wechsel in der Unternehmensführung
Ein bedeutender Moment in der Geschichte von Vanguard war der Rücktritt von Tim Buckley als CEO. Seine Nachfolge trat Salim Ramji an, ein ehemaliger Mitarbeiter von BlackRock, der Erwartungen geweckt hat, dass Vanguard möglicherweise eine weniger kritische Haltung gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen einnehmen könnte.
Aktuelle Unternehmenspolitik: Klare Linie oder Wendepunkt?
In einem Interview, das im August 2024 geführt wurde, stellte Ramji jedoch klar, dass Vanguard keine Krypto-ETFs anbieten wird. Dieses Festhalten an einer strikten Unternehmenspolitik wurde mit der Begründung vorgetragen, dass es wichtig sei, klare Linien zu ziehen, um die Interessen der Anleger zu schützen.
Marktnachfrage nach Krypto-ETFs
Die Situation wird jedoch komplizierter, da die Nachfrage nach Bitcoin-Spot-ETFs rasant ansteigt. Diese neuen Fonds konnten seit ihrer Zulassung bemerkenswerte 57 Milliarden US-Dollar an kumulierten Nettozuflüssen verzeichnen. Solche Zahlen könnten Vanguard dazu zwingen, ihre Strategie zu überdenken und in den Krypto-Markt einzutreten.
Ein Blick auf die politischen Rahmenbedingungen
Ein weiterer Faktor, der die Haltung von Vanguard beeinflussen könnte, ist die neue Pro-Krypto-Politik der USA. David Sacks, KI- und Krypto-Zar der Regierung, hat kürzlich die Banken hinterfragt, die ihren Kunden den Zugang zu Krypto-ETFs verwehren. Diese Praktiken werden mit dem umstrittenen Begriff „Debanking“ in Verbindung gebracht, der in der Vergangenheit oft kritisiert wurde.
Der Einfluss auf den Markt und zukünftige Entwicklungen
Ob Vanguard tatsächlich bald Krypto-ETFs anbieten wird, bleibt abzuwarten. Der ETF-Gigant bleibt jedoch gegenwärtig der größte Anteilseigner der Aktiengesellschaft Strategy, die rund 639.835 Bitcoins im Wert von circa 70 Milliarden US-Dollar hält.
Die Entwicklungen rund um Vanguard könnten entscheidend dafür sein, wie andere Finanzdienstleister auf die sich verändernde Marktnachfrage reagieren. Ein möglicher Eintritt von Vanguard in den Krypto-Markt könnte nicht nur das Vertrauen in digitale Währungen stärken, sondern auch einen Katalysator für weitere Innovationen in der Finanzwelt darstellen.



