Zug eröffnet neues Forschungsinstitut für Blockchain-Technologie
"Neue Perspektiven auf die Blockchain-Technologie: Interdisziplinäre Forschung und ihre weitreichenden Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft"

Die Eröffnung des Zug Institute for Blockchain Research könnte einen neuen Impuls für die Region Zug geben, die sich als Hotspot für Blockchain-Technologie etabliert hat.
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23. Januar 2026 – 12:43
(Keystone-SDA) Die Bedeutung der Blockchain-Technologie reicht weit über Kryptowährungen hinaus. Diese neue Forschungsinstitution wird dazu beitragen, die facettenreichen Auswirkungen der Technologie auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche zu untersuchen. Dabei spielt der Standort Zug eine Schlüsselrolle, da hier bereits zahlreiche Unternehmen in diesem Bereich aktiv sind.
Ein interdisziplinärer Ansatz
Das Zug Institute for Blockchain Research (ZIBR), welches am Freitag eröffnet wurde, hat das Ziel, die Auswirkungen von Blockchain auf Wirtschaft, Gesellschaft, Recht und Politik zu analysieren. Der Leiter des ZIBR, Alexander H. Trechsel, betont, dass die Forschung auch Schnittstellen zur Künstlichen Intelligenz (KI) aufweist und somit aktuelle Entwicklungen und Trends in der Technologie berücksichtigt.
Finanzierung und Unterstützung durch den Kanton
Die Einrichtung wird vom Kanton Zug in den ersten fünf Jahren mit insgesamt 25 Millionen Franken unterstützt, die aus den Einnahmen der OECD-Mindeststeuer stammen. Insgesamt plant der Kanton, die Blockchainforschung in den nächsten fünf Jahren mit nahezu 40 Millionen Franken zu fördern. Diese Unterstützung ist ein Teil der Standortförderung des Kantons, der stolz als Crypto Valley bekannt ist.
Das Institut als Teil der Universitätslandschaft
Das Institut ist an die Universität Luzern angegliedert, wird jedoch nicht von dieser direkt getragen. Es wird von einem Verein verwaltet, dessen Präsident der Zuger Finanzdirektor Heinz Tännler ist. Mit einer geplanten Anzahl von Lehrstühlen, die in den kommenden Jahren auf bis zu 40 erweitert werden sollen, hat das ZIBR potenziell die Dimension einer Fakultät.
Ein innovativer Ort für Forschung
Der Standort des ZIBR an der Dammstrasse, unweit des Bahnhofs, ist von strategischer Bedeutung, da hier mehrere hundert Blockchain-Unternehmen ansässig sind. Die Entscheidung, das Institut in Zug zu gründen, stellt einen Meilenstein dar, um interdisziplinäre Forschung zu fördern und neue Impulse in einem bereits dynamischen Umfeld zu setzen.
Zukunftsperspektiven und Herausforderungen
Ob der Kanton Zug über die fünfjährige finanzielle Unterstützung hinaus das Institut fördern wird, ist noch unklar. Tännler lässt dies offen, weist jedoch darauf hin, dass die aktuelle Finanzierung zunächst als Anschub dient. Es ist jedoch klare Philosophie des ZIBR, dass es nicht durch Wirtschaftsaufträge finanziert wird, wodurch eine objektive Forschung ohne wirtschaftliche Einflüsse gewährleistet werden soll.
Insgesamt wird das ZIBR eine bedeutende Rolle dabei spielen, wie die Blockchain-Technologie in der Gesellschaft eingesetzt werden kann. Dies könnte nicht nur den Unternehmen in Zug zugutekommen, sondern auch ein Beispiel für andere Regionen und deren Ansätze zur Integration innovativer Technologien bieten.



