Standard Chartered: Stablecoins explodieren in Schwellenländern
Wie sich stabile digitale Währungen als sichere Alternative für Bankeinlagen in aufstrebenden Märkten etablieren könnten

Auf Einen Blick
- Analysten von Standard Chartered prognostizieren, dass Stablecoins in den nächsten drei Jahren bis zu 1 Billion US-Dollar von Banken in Schwellenländern abziehen könnten.
- Diese Summe entspricht 2% der Gesamteinlagen in Ländern mit hoher Anfälligkeit wie Ägypten, Pakistan und Indien.
- Ein zentraler Grund für die Annahme von Stablecoins ist die Suche nach Kapitalerhalt, auch ohne Rendite.
Stablecoins ziehen 1 Billion US-Dollar von Banken ab
In einer bemerkenswerten Prognose haben Analysten von Standard Chartered erklärt, dass Stablecoins in den nächsten drei Jahren bis zu 1 Billion US-Dollar an Einlagen von Banken in Schwellenländern abziehen könnten. Diese Entwicklung könnte erhebliche Auswirkungen auf das Bankwesen in diesen Regionen haben und zeigt die wachsende Beliebtheit von digitalen Währungen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
Insidern zufolge wird dieses Szenario durch die Instabilität der lokalen Währungen und das Drängen der Einleger nach einer stabileren Wertaufbewahrung vorangetrieben. Trotz der Tatsache, dass Stablecoins in einigen Märkten keine direkt vorverzinslichen Angebote haben, bleibt die Attraktivität aufgrund des erhöhten Sicherheitsbedarfs an erster Stelle.
Marktdaten deuten auf mögliche Umwälzungen hin
Aktuell beläuft sich der gesamte Markt für Stablecoins auf etwa 302 Milliarden US-Dollar, was einen signifikanten Anstieg von rund 205 Milliarden US-Dollar zu Beginn des Jahres darstellt. Analysten von Standard Chartered verweisen darauf, dass dies nur ein kleiner Teil der 1 Billion US-Dollar ist, die möglicherweise abfließen wird, da dies gerade einmal 2% der Gesamteinlagen in Ländern wie Ägypten, Pakistan und Bangladesch ausmacht.
Branchenbeobachter sehen auch einen Trend in der zunehmenden Verwendung von Stablecoins als Kapitalerhalt. Es wird erwartet, dass insbesondere junge Menschen in Ländern mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen alternative Werte suchen, die stabile Finanzierung ermöglichen, während gesetzliche Vorschriften stillschweigend zurückbleiben.
„Branche steht vor einer neuen Herausforderung“
„Angesichts der Unsicherheit in den oben genannten Ländern sehen wir eine relativ hohe Gefahr, dass Einlagen in Stablecoins fließen werden, um einen externen Wertbewahrer zu finden“, erklärten Geoff Kendrick, Global Head of Digital Assets Research, und Madhur Jha, Global Head Economist bei Standard Chartered. „Die Sichtweise der Einleger, dass sie den Zugang zu ihrem Geld wahren möchten, überwiegt das Streben nach Zinserträgen.“
Der Kompass der Zukunft: Krypto als Fluchtweg
Der Ausblick ist entscheidend, da Stablecoins eine wesentliche Rolle in Ländern übernehmen könnten, die durch wirtschaftliche Unsicherheiten stark geprägt sind. Sollte sich der Trend wie prognostiziert fortsetzen, stehen wir vor einer massiven Verschiebung von Wert und Vertrauen hin zu digitalen Vermögen. Dies könnte nicht nur das Finanzsystem in Einkommensländern, sondern auch die Regeln des globalen Bankings erheblich beeinflussen.
Experten sind sich einig, dass eine verstärkte Adaption von Stablecoins den Weg für eine breitere Akzeptanz von Kryptowährungen ebnen könnte, was langfristig zu einer Reform der finanziellen Landschaft führt.
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