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Burwick Law warnt: Metaplex-Plan könnte Anlegerrechte gefährden

"Rechtsanwälte warnen vor möglichen Folgen und fordern eine faire Lösung für NFT-Investoren"

Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der non-fungiblen Token (NFT) werfen Fragen zur Transparenz und Fairness in der Kryptowährungs-Community auf. Insbesondere die Strategie der Solana-basierten Plattform Metaplex, unbeanspruchte Solana (SOL) in ihre Schatzkammer zu überführen, könnte rechtliche Herausforderungen mit sich bringen.

Unklarheiten bei der Nutzungsregelung von SOL

Im letzten Jahr entdeckte Metaplex eine Methode zur Optimierung des onchain-Speichers für bestimmte NFTs. Diese Anpassung ermöglicht es NFT-Inhabern, eine kleine Menge SOL zu beanspruchen. Im Oktober kündigte Metaplex an, dass NFT-Besitzer der Metaplex Token Metadata (TM) bis zum 25. April eine „Resize-Optimierung“ durchführen können. Wer dies versäumt, wird automatisch sehen, wie sein überschüssiges SOL an die DAO von Metaplex überwiesen wird. Die Verwendung dieser Mittel bleibt jedoch unklar.

Kritik an der Vorgehensweise von Metaplex

Der Rechtsanwalt Max Burwick von Burwick Law äußerte starke Bedenken gegenüber diesem Vorgehen und betonte, dass zahlreiche NFT-Prägebeauftragte nicht ausreichend über die Möglichkeit informiert wurden, dass ihre SOL-Mittel „geschöpft“ werden könnten. In einem offenen Brief an Metaplex und die Solana-Community beschrieb er die Bedenken der NFT-Sammler, die er vertritt, und stellte fest, dass mehr als 54.000 SOL gefährdet sind, während nur 7.043 SOL bislang beansprucht wurden. Zum aktuellen Marktpreis sind das über 6,5 Millionen Dollar.

Vertrauensverlust in der Krypto-Community

Burwick kritisierte, dass die Aktion von Metaplex das Vertrauen in die Plattform untergräbt und den Grundsätzen der Kryptowelt widerspricht. Er umriss, dass der Grundsatz „Code is law“ nur funktioniert, wenn die Regeln klar und unveränderbar sind, was die Integrität des Systems gefährdet.

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Rechtliche Konsequenzen für Metaplex

Bei der Umsetzung des Planes könnte Metaplex rechtlichen Schritten ausgesetzt sein, should ein Gericht entscheiden, dass die Übertragung der unbeanspruchten Mittel eine ungerechtfertigte Bereicherung darstellt oder gegen Verbraucherschutzgesetze verstößt. Die Plattform hat auf die Vorwürfe bisher nicht reagiert, und es bleibt abzuwarten, wie sie sich positioniert.

Empfehlung für einen alternativen Ansatz

Burwick und sein Team schlagen vor, dass Metaplex den Plan aussetzt und stattdessen den NFT-Besitzern direkt die überschüssigen SOL zurückerstattet, während eine „modeste“ Belohnung von 10% zur Wartung des Netzwerks beibehalten wird. Ein solches Vorgehen könnte dazu beitragen, das Vertrauen in die Plattform wiederherzustellen und rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Der Rechtsanwalt betonte, dass Metaplex die Möglichkeit hat, die richtigen Schritte zu unternehmen, um die Integrität des Projekts zu wahren.

Ausblick auf die Verantwortung innerhalb der Krypto-Community

Diese Situation erinnert daran, wie wichtig Transparenz und eine verantwortungsvolle Handhabung unbeanspruchter Mittel in der Krypto-Community sind. Der Ausgang dieser Situation wird nicht nur für Metaplex, sondern auch für die gesamte Solana-Plattform von Bedeutung sein. Wie die DAO von Metaplex reagiert, könnte Einfluss auf die künftige Wahrnehmung von Fairness und Selbstregulierung im Web3 haben.

Nina Bergmeister

Nina Bergmeister berichtet über NFTs und Web3. Sie erklärt, wie digitale Besitzrechte, Smart Contracts und Blockchain-Technologie das Internet verändern. Seit Jahren schreibt sie über Tech-Trends und untersucht, welche NFT- und Metaverse-Projekte echten Mehrwert bieten. Ihre Artikel machen komplizierte Konzepte verständlich und zeigen Chancen und Risiken auf.

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