Wenn Touristen im Mai die Nerven der Einheimischen strapazieren

Die Probleme werden sich in Sóller weiter verschärfen, da das Volksfest „Es Firó“, die nachgestellte Piratenschlacht von 1561 zwischen Mauren und Christen, für den kommenden Montag geplant ist. Auch an anderen Orten wie der Halbinsel Formentor und Sa Calobra kam es aufgrund von Bussen, Autos und Radfahrern zu langen Staus, verstärkt durch die dichte Fahrzeugmarke.
In Sóller hat sich Protest gegen die Überfüllung gebildet, wobei genervte Anwohnerinnen und Anwohner ihre Klagen gegen die Gemeinderegierung artikulierten, darunter Forderungen nach Bewohnerparkzonen und beschränkten Gebieten. Der Bürgermeister versprach Lösungen und forderte die Verkehrsbehörde auf, Sofortmaßnahmen gegen den Verkehrskollaps zu ergreifen.
Die politische Agenda auf Mallorca wurde erneut durch den Unmut über die Urlaubermassen geprägt, was zu Diskussionen über eine „Politik der Eindämmung“ und die langfristige Überprüfung des Tourismusmodells führte. Selbst die konservative Ministerpräsidentin forderte eine reflexive Auseinandersetzung mit dem Thema an, nachdem festgestellt wurde, dass eine Grenze erreicht sei.
Auch die Aktivisten auf Mallorca positionieren sich gegen den Massentourismus, mit geplanten Versammlungen und Großkundgebungen unter dem Motto „Weniger Tourismus, mehr Leben“. Es gab auch eine Videokampagne von Insulanern in Sencelles, die die steigenden Wohnungspreise aufgrund des starken Tourismus kritisierten und sich dadurch verstoßen fühlten. Trotz dieser Probleme verzeichnet Mallorca in diesem Jahr eine erhöhte Anzahl von angebotenen Sitzplätzen von Airlines, insbesondere aus Deutschland.



