Krypto in der Krise: Bricht der vierjährige Zyklus endgültig?
"Neue Dynamiken im Kryptomarkt: Warum einige Experten am alten Zyklus festhalten und andere einen Neuanfang sehen"

Die Diskussion um den Bitcoin-Markt gerät erneut in den Fokus, während Analysten über die vermeintliche Veränderung des etablierten vierjährigen Zyklen sprechen, der traditionell mit den Halving-Ereignissen von Bitcoin (BTC) verbunden ist. Diese Halvings reduzieren die Belohnungen für Miner und somit die Menge an Bitcoin, die im Umlauf ist. Früher galten diese Ereignisse als Auslöser für vorhersehbare Marktbewegungen: zunächst Akkumulation, gefolgt von einem Anstieg nach dem Halving und schließlich einem Bärenmarkt.
Institutionelle Teilnehmer als Game-Changer
Ein entscheidender Faktor, der die Marktlandschaft beeinflusst, ist der zunehmende institutionelle Eintritt in den Kryptosektor. Dieser wird durch eine Vielzahl von Exchange-traded Funds (ETFs) und die aktive Teilnahme von Unternehmensschatzverwaltern geprägt. Experten argumentieren, dass diese Entwicklungen die erwarteten Rückgänge nach dem Preis-Hoch verringern und die Volatilität im Vergleich zu früheren Zyklen mindern.
Prognosen zur Zukunft des Bitcoin-Preises
In einem aktuellen Statement äußerte Nick Ruck, der Direktor von LVRG Research, seine Überzeugung, dass die typischen Zyklen möglicherweise nicht mehr gültig sind. Im Dezember 2022 prognostizierte Grayscale, dass Bitcoin in der ersten Hälfte des Jahres 2026 einen neuen Höchststand erreichen könnte, unterstützt durch eine wachsende Nachfrage aufgrund der Währungsdevaluation und einem günstigen regulatorischen Umfeld in den USA. Standard Chartered hat sogar seine Prognose halbiert und sieht Bitcoin nun bei 150.000 US-Dollar bis Ende 2026.
Die Meinung von Krypto-Experten
Wichtige Krypto-Entscheidungsträger wie Cathie Wood von Ark Invest und Arthur Hayes, Mitgründer von BitMEX, teilen die Meinung, dass der vierjährige Zyklus möglicherweise nicht mehr anwendbar ist. Diese Stimmen stammen nicht nur aus der Industrie, sondern auch von Analysten, die eine Verschiebung in der Marktdynamik signalisieren. Viele argumentieren, dass die vermutete Bärenmarktphase vor allem durch makroökonomische Faktoren bedingt sei.
Die verteidigende Perspektive: „Der Zyklus ist noch intakt“
Jedoch gibt es auch eine Gruppe von Analysten, die fest davon überzeugt sind, dass der vierjährige Zyklus nach wie vor gilt. Markus Thielen von 10x Research erklärte, dass Bitcoin bereits Ende Oktober 2025 in einen Bärenmarkt eingetreten ist, was die Marktunsicherheit verdeutlicht. Der Analyst „Rekt Capital“ sieht in den aktuellen Entwicklungen eine mögliche Neuausrichtung anstelle eines Zapfen.
Einiges bleibt ungewiss
Kritiker wie der Bitcoin-Analyst Alex Wacy warnen, dass die Erwartungen an den Markt, nicht die Zyklen selbst, sich möglicherweise ändern. Die Mangel an Euphorie und der Rückgang der Altcoins widerspiegeln, dass der Markt sich in einer Phase der Unsicherheit befindet, während andere Anlageklassen wie Aktien und Gold eine positive Entwicklung aufweisen.
Die Kombination aus institutionellen Einflüssen und veränderten Marktbedingungen könnte bedeuten, dass die Krypto-Landschaft sich anpasst und weiterentwickelt. Obwohl die Zukunft ungewiss bleibt, ist der Diskurs über den vierjährigen Zyklus ein spannendes Thema, das sowohl neue als auch erfahrene Investoren in den kommenden Jahren beschäftigen wird.
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