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CLARITY Act Ethikstreit nimmt Gillibrand ins Visier, während Progressive den Druck erhöhen

Progressiver Gegenangriff zielt auf Glaubwürdigkeit

Der Brief stellt Gillibrand, die Vorsitzende des Democratic Senatorial Campaign Committee, als angreifbar dar. Die Gruppen argumentieren, dass demokratische Attacken auf die Krypto-Geschäfte von Präsident Donald Trump an Glaubwürdigkeit verlieren, wenn eine führende demokratische Verhandlungsführerin selbst enge familiäre Verbindungen zur Industrie unterhält. Gillibrand hatte zuvor wiederholt gefordert, dass gewählte Amtsträger und ihre Ehepartner keine digitalen Vermögenswerte ausgeben oder sponsern sollten. Dieser Widerspruch zwischen öffentlicher Forderung und familiären Verbindungen steht nun im Mittelpunkt der Kritik.

CLARITY Act braucht 60 Stimmen

Der CLARITY Act gilt als umfassendstes Kryptomarktstrukturgesetz, das in den Vereinigten Staaten bislang vorgeschlagen wurde. Für eine Verabschiedung im Senat sind 60 Stimmen erforderlich, was bedeutet, dass die Republikaner noch mehrere demokratische Unterstützer über jene hinaus benötigen, die dem Gesetz im Ausschuss zugestimmt haben. Im Senate Banking Committee hatten die Demokraten Ruben Gallego und Angela Alsobrooks für das Gesetz gestimmt. Die Führung sucht nun nach weiteren Stimmen.

Parallel laufen mehrere überparteiliche Verhandlungsstränge. Die Senatoren Bernie Moreno und Cynthia Lummis arbeiten gemeinsam mit dem Weißen Haus an Kompromissformulierungen. Senator Thom Tillis leitet separate biparteiliche Gespräche. Ein Entwurf wurde bislang nicht veröffentlicht, doch Berichten zufolge machen die Diskussionen Fortschritte. Der zentrale Streitpunkt bleibt, wie Ethikregeln für Amtsträger und ihre Familien ausgestaltet werden sollen.

Fairshake und der Druck des Wahljahres

Zusätzlichen Druck erzeugt das Super PAC der Kryptoindustrie Fairshake, das nach vorliegenden Informationen über rund 125 Millionen US-Dollar an verfügbaren Mitteln verfügt. Mit Blick auf die Zwischenwahlen 2026 erhöht das die politischen Einsätze für beide Parteien erheblich. Beide Seiten haben deshalb ein Interesse daran, eine Einigung zu erzielen. Gleichzeitig warnen progressive Gruppen weiterhin vor zu schwachen Ethikvorschriften.

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Parallelen zum GENIUS Act

Die aktuelle Situation erinnert stark an den Streit um den GENIUS Act im Vorjahr. Damals entzündete sich innerhalb der Demokratischen Partei ein ähnlicher Konflikt über Kryptoregulierung und Trumps finanzielle Verbindungen zur Industrie. Das Gesetz erhielt letztlich die Unterstützung von 18 demokratischen Senatoren nach langen Verhandlungen. Der CLARITY Act sieht sich nun vergleichbarem internem Druck, bekannten Lobbyingbemühungen und einem ähnlichen Zeitdruck gegenüber. Der Senat soll das Gesetz noch vor der Sommerpause im August behandeln. Solange die endgültigen Ethikformulierungen nicht vorliegen, dreht sich der Kampf vor allem um politische Positionierung.

Felix Vaider

Felix Vaider analysiert den Kryptomarkt und erklärt, wie Kursbewegungen, Handelsstrategien und makroökonomische Faktoren den Markt beeinflussen. Er hat Erfahrung im Finanzwesen und algorithmischen Handel. Seine Artikel liefern datenbasierte Einblicke für Anleger, die Bitcoin, Altcoins und Marktdynamiken verstehen wollen.

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