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Google verdient 94 Milliarden Dollar mit SpaceX – aber nicht aus dem Grund, den du denkst

Die Ursprünge: Googles Einstieg bei SpaceX im Jahr 2015

Im Januar 2015 investierten Google und Fidelity gemeinsam eine Milliarde US-Dollar in SpaceX. Dafür erhielten sie zusammen knapp unter zehn Prozent des Unternehmens, das damals mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewertet wurde. Google führte die Finanzierungsrunde an. In den folgenden Jahren wuchsen neue Investitionsrunden den Anteil Googles schrittweise auf rund fünf Prozent herunter. Als SpaceX im Juni 2026 an die Börse ging, lag der Ausgabepreis bei etwa 135 US-Dollar je Aktie. Das bewertete das Unternehmen auf rund 1,77 Billionen Dollar und machte es zum größten Börsengang der Geschichte. Aus dem frühen Einsatz war eine Position geworden, die etwa hundert Mal so viel wert war wie beim Einstieg.

Buchgewinn treibt den Quartalsgewinn in die Höhe

Der Anstieg der SpaceX-Beteiligung schlug sich im zweiten Quartal nieder. Googles Investitionen stiegen um rund 99 Milliarden Dollar auf dem Papier, auch Anteile am KI-Unternehmen Anthropic trugen dazu bei. Der ausgewiesene Gewinn kletterte auf 112 Milliarden Dollar, und der Gewinn je Aktie erreichte 9,11 US-Dollar. Allerdings stammten davon 6,26 Dollar allein aus dem Buchgewinn. Ohne diesen Sondereffekt wäre das Ergebnis unspektakulär ausgefallen. Zusätzlich löste der Buchgewinn eine Steuerrechnung von 21,9 Milliarden Dollar aus. In seinem Quartalsbericht erwähnte Google den enormen Gewinn mit nur einem Satz und nannte die betreffenden Unternehmen nicht einmal beim Namen.

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Wall Street reagiert kaum, Ausgaben sorgen für Skepsis

Die Märkte zeigten sich von der Milliardensumme weitgehend unbeeindruckt. Die Google-Aktie schloss nach Veröffentlichung der Zahlen rund 1,2 Prozent im Minus. Analysten und Investoren richteten ihren Blick stattdessen auf die Ausgaben. Im zweiten Quartal gab Google 44,9 Milliarden Dollar für künstliche Intelligenz aus und verbrauchte dabei 5,9 Milliarden Dollar mehr Bargeld, als das Unternehmen einnahm. Diese Rekordsumme beim KI-Invest hatte Analysten bereits im Vorfeld beunruhigt. Dass Google ähnliche Buchgewinne still und unauffällig verbucht, ist kein Einzelfall. Bereits Anfang 2025 hatte das Unternehmen auf dieselbe Weise einen Buchgewinn von acht Milliarden Dollar ausgewiesen.

Gesperrte Anteile: Der Gewinn bleibt vorerst unerreichbar

Ein wesentlicher Vorbehalt begleitet die 94 Milliarden Dollar. Laut Googles eigenen Unterlagen sind 80 Milliarden Dollar des Wertes derzeit gesperrt, der Rest sogar noch länger. Gleichzeitig unterliegt der Wert erheblichen Schwankungen. Nach dem Börsengang stieg die SpaceX-Aktie kurzzeitig auf über 200 US-Dollar, fiel dann aber bis zum 23. Juli auf rund 114 Dollar zurück. Die ersten Anteile sollen im August freigegeben werden, wenn SpaceX seine Quartalsergebnisse vorlegt. Solange die Sperren bestehen, bleibt der Milliardengewinn ein Buchposten ohne direkten Zugang zu Liquidität. Ob und wann Google die Anteile tatsächlich veräußert, entscheidet letztlich darüber, wie viel vom Papiergewinn in echtes Geld umgewandelt werden kann.

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