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Peter Schiff sagt Bitcoin-Crash um 70% voraus und warnt Halter vor Reue

Schiff kritisiert Strategy für Aktienverkauf statt Bitcoin-Liquidierung

Strategy, das früher unter dem Namen MicroStrategy bekannt war, hält nach Angaben aus dem Quellenmaterial mehr als 847.000 Bitcoin und gilt damit als größter börsennotierter Halter des Assets. Drei Wochen in Folge kaufte das Unternehmen kein weiteres Bitcoin. Stattdessen sammelte es 450 Millionen US-Dollar durch einen Stammaktienverkauf ein und brachte die Cashreserven damit auf 3 Milliarden US-Dollar. Die Aktie handelte dabei mit einem deutlichen Abschlag gegenüber dem Wert der gehaltenen Bitcoin.

Schiff interpretiert diesen Schritt als Beweis für eine fundamentale Schwäche. Seiner Ansicht nach ist Saylor in einer Falle: Ein größerer Verkauf der Bitcoin-Bestände würde den Preis zum Einbruch bringen, weshalb das Unternehmen lieber Aktien zu einem massiven Abschlag ausgebe und damit die bestehenden Aktionäre verwässere. Den Aktienverkauf bezeichnete Schiff als unnötige Verwässerung. Zuletzt hatte Strategy zuvor 3.588 Bitcoin verkauft.

Preisziel von 20.000 Dollar und die Logik dahinter

Schiff legte in seinem Podcast auch seine technische Einschätzung dar. Er sieht Widerstand bei rund 65.000 Dollar und Unterstützung um 58.000 Dollar. Sollte diese Marke fallen, erwartet er einen Rückgang unter 50.000 Dollar. Sein langfristiges Kursziel liegt in einer Spanne zwischen 30.000 und 20.000 Dollar.

In eigenen Worten formulierte Schiff seine Einschätzung zur Lage Saylors so: „Saylor weiß, dass wenn er wirklich anfängt, Bitcoin zu verkaufen, der Preis abstürzen wird. Das Problem ist, er wird sowieso abstürzen, weil der Markt die Zwickmühle erkennt, in der er steckt. Und selbst wenn er nicht verkauft, wird der Markt unter ihm wegbrechen. Aber er ist so nervös beim Gedanken, Bitcoin zu verkaufen, dass er lieber seine eigenen Aktien mit massivem Abschlag verkauft.“

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Schiff räumt frühes Bitcoin-Versäumnis ein

Bemerkenswert ist ein persönliches Eingeständnis des Kritikers. Schiff räumte ein, dass ein Kauf von Bitcoin vor 15 Jahren sinnvoll gewesen wäre. Den Einstieg in den vergangenen drei bis fünf Jahren hingegen bereue er nicht. Wörtlich sagte er: „Ich bereue es nicht, es nicht vor drei, vier, fünf Jahren gekauft zu haben. Aber ja, vor 15 Jahren hätte ich es kaufen sollen.“ Die Aussage unterstreicht, dass Schiff die frühe Wertentwicklung von Bitcoin grundsätzlich anerkennt, das aktuelle Preisniveau aber für nicht nachhaltig hält.

Marktkontext und breitere Debatte

Zum Zeitpunkt der Aussagen notierte Bitcoin knapp unter 65.000 Dollar und hatte in der vorangegangenen Woche rund 5 Prozent zugelegt. Schiffs Prognose trifft auf eine Branche, die das Modell der unternehmerischen Bitcoin-Akkumulation zunehmend kritischer bewertet. Analysten prüfen inzwischen genauer, ob Cashreserven, Aktienemissionen und Finanzierungsbedingungen solche Kaufstrategien langfristig tragfähig machen. Die automatische Glaubwürdigkeit großer Bitcoin-Käufe durch Unternehmen hat nach Einschätzung von Marktbeobachtern spürbar nachgelassen.

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