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Trumps Entscheidung steht zwischen Öl und dem nächsten Preisanstieg über 100 Dollar

Trump droht mit noch größerem Angriff auf den Iran

Trump ließ keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit. Gegenüber Axios sagte er: „I am considering a massive attack. Bigger than ever before. I am close to making a decision. We are all set for it.“ Eine frühere US-Militäroperation gegen den Iran trug den Namen Operation Epic Fury. Der Präsident deutete an, ein neuer Angriff würde diesen übertreffen. Einen konkreten Zeitplan nannte er nicht, was die Unsicherheit an den Märkten weiter erhöht.

Im Hintergrund schwelt ein seit mehr als zwölf Tagen andauernder Konflikt. Die USA versuchen zu verhindern, dass der Iran Schiffe in der Straße von Hormuz angreift. Durch diese enge Meerenge fließen täglich rund 20 Millionen Barrel Öl, was laut der US-amerikanischen Energiebehörde EIA fast einem Fünftel des weltweiten Angebots entspricht. Ende Juni hatten beide Seiten einen Waffenstillstand geschlossen, doch die Spannungen flammten im laufenden Monat erneut auf.

Zweite Ölroute gerät unter Druck

Die Lage hat sich zusätzlich verschärft, weil die Huthis, eine vom Iran unterstützte Rebellengruppe aus dem Jemen, begonnen haben, saudi-arabische Schiffe im Roten Meer anzugreifen. Damit steht mit der Meerenge Bab el-Mandeb eine zweite wichtige Ölroute unter Beschuss. Auch durch diesen Seeweg transportieren Tanker täglich Millionen von Barrel Rohöl, wie EIA-Daten zeigen. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, er werde den Iran für weitere Angriffe der Huthis verantwortlich machen. Der amerikanische WTI-Rohölpreis liegt derzeit bei rund 93 US-Dollar pro Barrel, während Brent weiter über der 100-Dollar-Schwelle notiert.

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Bitcoin unter Druck: Krypto leidet unter geopolitischer Unsicherheit

Während Öl zulegt, gerät Bitcoin ins Straucheln. Der Kurs des führenden Kryptowährung fiel innerhalb eines Tages um rund 2 Prozent und notiert derzeit bei etwa 64.755 US-Dollar. Seit Wochen bewegt sich Bitcoin kaum vom Fleck und pendelt nahe der Marke von 65.000 US-Dollar. Bereits am 8. Juli zeigte sich ein ähnliches Muster: Als Trump ein früheres Abkommen mit dem Iran für beendet erklärte, fiel Bitcoin unter 62.000 US-Dollar, während der Ölpreis anzog.

Geopolitische Krisen im Nahen Osten belasten traditionell risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen. Viele Anleger ziehen sich in solchen Phasen in sicherere Häfen zurück. Zwar hatten einige Marktteilnehmer die Iran-Spannungen Anfang Juli noch weitgehend ignoriert, doch Trumps Drohung vom Donnerstag veränderte die Stimmung spürbar.

Märkte warten auf Trumps nächsten Schritt

Da Trump keine Frist gesetzt hat, bleibt die Lage für Öl- und Kryptomärkte gleichermaßen unkalkulierbar. Eine weitere Eskalation könnte die Schifffahrtsrouten blockieren und den Ölpreis rasch deutlich höher treiben. Gleichzeitig dürfte ein offener Krieg laut Beobachtern innenpolitisch kaum durchsetzbar sein. Ob Trump den Befehl zum Angriff erteilt, wird die entscheidende Frage für die weitere Preisentwicklung bei Brent, WTI und Bitcoin sein.

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