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5 US-Tech-Aktien im Fokus: Trump droht mit 100% Digitalsteuer-Zöllen

Was sind Digital Services Taxes?

Digital Services Taxes besteuern nicht die Gewinne, sondern die Umsätze, die Technologieunternehmen mit lokalen Nutzern erzielen. Frankreich führte dieses Modell im Jahr 2019 als erstes Land mit einem Steuersatz von drei Prozent ein. Im Jahr 2024 nahm der französische Staat damit rund 700 Millionen Euro ein, fast ausschließlich von großen amerikanischen Technologiekonzernen. Großbritannien, Italien, Spanien und Österreich betreiben ähnliche Regelungen.

Trumps Drohung und ihre Vorgeschichte

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: „Jedes Land, das eine solche Steuer erhebt, wird sofort mit einem 100-Prozent-Zoll auf alle Waren belegt, die in die Vereinigten Staaten von Amerika geliefert werden. Dieser Zoll setzt Handelsabkommen mit dem betreffenden Land außer Kraft, unabhängig davon, ob sie umgesetzt, unterzeichnet oder noch nicht abgeschlossen sind.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Washington in dieser Frage Druck aufbaut. Bereits während Trumps erster Amtszeit stufte der US-Handelsbeauftragte die französische Digitalsteuer als diskriminierend ein. Damals wurden 25-Prozent-Zölle auf französische Waren im Wert von rund 1,3 Milliarden US-Dollar vorbereitet, bevor man sie für internationale Verhandlungen im Rahmen der OECD aussetzte. Diese Gespräche scheiterten jedoch, womit der Streit erneut aufflammte. Kanada schaffte seine eigene drei-prozentige Digitalsteuer im Juni 2025 ab, nachdem Trump die Handelsverhandlungen abgebrochen hatte.

Welche Tech-Aktien stehen im Fokus?

Die Drohung zielt darauf ab, US-Technologieführer vor ausländischer Besteuerung zu schützen. Sollten die betroffenen Regierungen ihre Abgaben aussetzen, entfällt für die großen Konzerne eine wiederkehrende Kostenbelastung. Am 26. Juni zeigte die Marktreaktion ein gemischtes Bild:

  • Meta (META) stieg in Richtung 555,69 US-Dollar.
  • Microsoft (MSFT) erholte sich auf Niveaus über 370 US-Dollar.
  • Alphabet (GOOGL) hielt sich bei rund 341,54 US-Dollar.
  • Amazon (AMZN) gab auf 231,03 US-Dollar nach.
  • Apple (AAPL) stieg auf Niveaus über 280 US-Dollar.
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Die Kursausschläge blieben trotz der Tragweite der Ankündigung gering. Der Vorteil für die Unternehmen ist dabei nicht eindeutig. Apple etwa erzielte im Geschäftsjahr 2024 rund ein Viertel seines Umsatzes von 391 Milliarden US-Dollar, also etwa 101 Milliarden US-Dollar, in Europa. Etwaige Gegenmaßnahmen aus Brüssel würden damit auch diese Konzerne treffen.

Kryptomarkt bleibt vorerst ruhig

Auch der Kryptomarkt reagierte zunächst gelassen. Bitcoin handelte bei rund 60.073 US-Dollar und verzeichnete ein Plus von etwa 1,5 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Ob diese Ruhe anhält, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie Europa auf Trumps Drohung reagiert und ob weitere handelspolitische Eskalationen folgen.

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