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Bitcoin-Preisprognose August 2026: Wale setzen gegen eine 4-jährige Verlustserie

Juli grün, August traditionell schwach

Die Saisonalität spricht eine deutliche Sprache. Der August weist laut historischen Daten einen Medianverlust von 7,87 Prozent sowie einen negativen Durchschnittswert von 0,64 Prozent auf. Damit ist er einer von nur zwei Monaten mit einem negativen Durchschnitt im Jahresverlauf. Seit 2022 schloss Bitcoin jeden August im Minus. Zum Vergleich: Der Juni dieses Jahres verlor bereits 20,5 Prozent, obwohl der historische Durchschnitt für diesen Monat positiv ausfällt.

ETF-Zuflüsse kühlen deutlich ab

Parallel zur saisonalen Schwäche zeigen die Kapitalflüsse in US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs eine klare Abkühlung. In der Woche zum 10. Juli erreichten die wöchentlichen Zuflüsse noch 197,40 Millionen US-Dollar. Bis zum 24. Juli waren sie auf 33,79 Millionen US-Dollar gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 83 Prozent gegenüber dem Juli-Höchststand. Institutionelle Anleger verkaufen zwar nicht aktiv, doch ihre Nachfrage nach Bitcoin-ETF-Produkten lässt spürbar nach.

Wale kaufen, Langzeithalter werden vorsichtiger

Ein anderes Bild zeigt sich bei den großen On-Chain-Adressen. Am 23. Juli stieg die Zahl der Einheiten mit mindestens 1.000 Bitcoin innerhalb von drei Tagen von 1.263 auf rund 1.267. Dieselbe Konstellation trat bereits Mitte Juni auf, woraufhin Bitcoin knapp 4 Prozent zulegte. Analysten sehen darin ein Signal für eine mögliche kurzfristige Erholung.

Langzeithalter zeigen dagegen eine andere Tendenz. Der sogenannte Hodler-Nettopositionen-Indikator, der misst, wie viel Angebot langfristige Wallets monatlich aufbauen oder abbauen, sank von 29.838 Bitcoin am 11. Juli auf 15.766 Bitcoin am 26. Juli. Das entspricht einem Rückgang von 47 Prozent innerhalb von zwei Wochen, obwohl der Preis in diesem Zeitraum stabil bei rund 65.000 US-Dollar blieb. Diese Gruppe kauft zwar weiterhin, jedoch mit deutlich geringerer Überzeugung. Ein Whale-Retail-Divergenz-Score von 4,4 auf dem Tages-Timeframe signalisiert, dass kleine und große Marktteilnehmer derzeit in dieselbe Richtung agieren.

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Kopf-Schulter-Muster setzt charttechnische Grenzen

Das charttechnische Bild ergänzt die vorsichtige Einschätzung. Auf dem Drei-Tages-Chart befindet sich Bitcoin seit Anfang März in einer Kopf-Schulter-Formation, einem klassischen Umkehrmuster. Das Handelsvolumen ist seit dem 30. Juni rückläufig, obwohl der Preis zwischenzeitlich gestiegen ist. Schwaches Volumen bei einer steigenden rechten Schulter gilt als Erschöpfungssignal und bestätigt das Muster mit einem rechnerischen Abwärtspotenzial von 25 Prozent.

Die entscheidenden Marken liegen bei 66.885 US-Dollar auf der Oberseite und 60.965 US-Dollar nach unten. Ein Drei-Tages-Schlusskurs über 66.885 US-Dollar würde den Weg Richtung 76.118 US-Dollar öffnen. Fällt Bitcoin hingegen unter 60.965 US-Dollar, rückt die Nackenlinie bei rund 54.000 US-Dollar in den Fokus. Ein Bruch dieser Zone könnte das rechnerische Kursziel von rund 41.266 US-Dollar aktivieren. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass Kopf-Schulter-Muster häufig scheitern und ein Rückgang in diese Zone einen externen Auslöser erfordern würde. Eine vollständige Aufhebung des Bärenmusters wäre erst oberhalb von 82.931 US-Dollar möglich.

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