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Große Tech-Quartalsergebnisse: Gewinner und Verlierer

Die Gewinner der Woche

Nur zwei Unternehmen gingen gestärkt aus der Berichtswoche hervor. Intel lieferte den klarsten Erfolg: Der Umsatz stieg um 25 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar, das stärkste Wachstum seit fast 15 Jahren. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,42 US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen um das Doppelte. Die Aktie legte nachbörslich um mehr als 12 Prozent zu. Allerdings zeigt der Geldflussindikator Chaikin Money Flow mit einem Wert von minus 0,13 noch kein institutionelles Kaufinteresse. Morgan Stanley hält das Rating bei „Hold“ mit einem Kursziel von 84 US-Dollar, JPMorgan bleibt bei „Sell“ mit einem Ziel von 85 US-Dollar.

ServiceNow verlor nach seinem Bericht zwar 3,7 Prozent, die Details zeichnen jedoch ein anderes Bild. Das Unternehmen übertraf die Gewinnschätzungen, steigerte die Abo-Umsätze um 24,5 Prozent auf 3,88 Milliarden US-Dollar und erhöhte den Ausblick. Die Put-Call-Verhältnisse sanken nach dem Bericht, was auf eine bullische Positionierung hindeutet. Analysten von Bernstein und Evercore hoben ihre Kursziele an.

Die Verlierer der Woche

Die größten Verlierer teilten ein gemeinsames Merkmal: Nicht schwache Nachfrage, sondern hohe Investitionsausgaben wurden vom Markt bestraft.

Tesla verfehlte auf allen Ebenen. Der Gewinn je Aktie betrug 0,33 US-Dollar und lag damit deutlich unter dem Konsens von 0,51 US-Dollar. Der freie Cashflow drehte ins Negative, während die Investitionsausgaben um 142 Prozent stiegen. Die Aktie fiel um 14,5 Prozent, der stärkste Tagesrückgang seit über einem Jahr. Mindestens sechs Analysehäuser, darunter JPMorgan und UBS, senkten ihre Kursziele. JPMorgan reduzierte das Ziel von 475 auf 445 US-Dollar.

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Alphabet lieferte die stärksten Zahlen der Woche und verlor trotzdem. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden US-Dollar, der Cloud-Bereich wuchs um 82 Prozent. Doch das Management erhöhte die Investitionsprognose für 2026 auf bis zu 205 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow wurde damit erstmals seit über zwei Jahrzehnten negativ. Die Aktie verlor 7,1 Prozent. Analysten von JPMorgan, Piper Sandler und UBS senkten ihre Kursziele, behielten jedoch ihre Kaufempfehlungen bei.

Drei Unternehmen im neutralen Bereich

Texas Instruments, IBM und SAP beendeten die Woche mit gemischten Signalen. IBM verfehlte die Erwartungen und kürzte den Ausblick, schloss aber dennoch im Plus, da ein Kursrückgang von 25 Prozent am 14. Juli die schlechten Nachrichten bereits vorweggenommen hatte. Texas Instruments erhielt die breitesten Kurszielerhöhungen der Woche, darunter JPMorgans neues Ziel von 340 US-Dollar, sah aber gleichzeitig ein Verdoppeln des Put-Volumens. SAP verfehlte beim Gewinn je Aktie mit 1,59 Euro gegenüber der Schätzung von 1,75 Euro, das Cloud-Backlog wuchs jedoch um 27 Prozent.

Das Muster der Berichtssaison

Die Woche verdeutlicht eine neue Marktlogik: Unternehmen, die von KI-Ausgaben profitieren, werden belohnt. Unternehmen, die diese Ausgaben tätigen, werden bestraft. Ausgabenprognosen bewegen Technologieaktien inzwischen stärker als die eigentlichen Quartalsergebnisse. Diese Verschiebung dürfte die Berichtssaison der kommenden Quartale maßgeblich prägen.

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