Institutionelle Investoren sehen sich Risiko-Challenge bei Krypto gegenüber
"Wie traditionelle Finanzinstitutionen durch fehlende Adaptation in der Krypto-Welt in Gefahr geraten könnten"

In der aktuellen Diskussion um die Stabilität der Kryptowährungen hebt Caitlin Long, CEO der Custodia Bank, die Herausforderungen hervor, mit denen traditionelle Finanzinstitutionen beim Eintritt in den Kryptomarkt konfrontiert sind. Diese neuen Akteure müssen sich mit risikoärmeren Modellen auseinandersetzen, die für den volatilen Kryptowährungsmarkt nicht ausgelegt sind.
Instabile Verhältnisse im Kryptomarkt
Long erklärte bei ihrem Auftritt auf dem Wyoming Blockchain Symposium, dass die große Finanzwelt dramatische Veränderungen erlebt. Diese Ereignisse könnten weitreichende Auswirkungen auf Investoren haben, die sich nicht ausreichend auf die Risiken des Kryptohandels vorbereitet haben. Sie warnte, dass die Vorteile, die Finanzinstitutionen in ihrem traditionellen Geschäftsmodell genießen, in der Welt der Kryptowährungen nicht bestehen. Dort erfolgt die Abwicklung von Transaktionen in Echtzeit, was zu einem möglichen Liquiditätsengpass führen könnte.
Die Herausforderung von Risikomodellen
In der traditionellen Finanzwelt verlassen sich Institutionen auf sogenannte „Fault Tolerances“, also Sicherheitssysteme, die Schwankungen und Risiken abmildern. Long betonte, dass diese Mechanismen hier nicht vorhanden sind. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Finanzriesen in einem Bärenmarkt möglicherweise anders reagieren werden als bisher“, sagte Long. Diese Unsicherheit könnte dazu führen, dass überversorgte Unternehmen ihre Krypto-Assets abstoßen, wenn die Märkte fallen, was weitreichende negative Folgen für die gesamte Branche haben könnte.
Kritische Stimmen aus der Branche
Das Gefühl der Unsicherheit
Die Branchenbeobachtungen zeigen bereits, dass viele neue Bitcoin-Treasury-Unternehmen im Falle eines Marktrückgangs nicht überlebensfähig sein könnten. Ein Bericht der Investmentfirma Breed argumentiert, dass eine Überbelastung kombiniert mit fallenden Preisen einen Teufelskreis schaffen könnte, der den gesamten Krypto-Markt belastet.
Ausblick auf die Zukunft
Die zunehmende Präsenz institutioneller Investoren könnte einerseits als positiver Trend angesehen werden, der die Akzeptanz von Kryptowährungen vorantreibt. Andererseits wächst jedoch die Besorgnis, dass unerfahrene Akteure unter Druck geraten könnten, was die Stabilität des gesamten Finanzsystems gefährden würde. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu verstehen, wie sich der Krypto-Ökosystem unter dem Druck traditioneller Investoren entwickeln wird.



