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POTUS: Bitcoin könnte in Trump-Konten fließen – er nennt sich großen Krypto-Fan

Was sind Trump Accounts?

Die Trump Accounts wurden am 4. Juli im Rahmen des sogenannten „One Big Beautiful Bill Act“ eingeführt. Kinder, die zwischen 2025 und 2028 geboren werden, erhalten eine einmalige staatliche Einlage von 1.000 US-Dollar vom Finanzministerium. Familien können zusätzlich bis zu 5.000 US-Dollar pro Jahr einzahlen, bis der Begünstigte 18 Jahre alt wird. Das Finanzministerium hat Robinhood und BNY mit dem Betrieb der App und der Kontoinfrastruktur beauftragt.

Derzeit fließen alle Einzahlungen automatisch in einen einzigen Standardfonds, den State Street SPDR Portfolio S&P 500 ETF. Das Ministerium hat bislang nur vier weitere Indexfonds zugelassen. Ein freier Fondswechsel ist noch nicht möglich.

Warum Bitcoin derzeit rechtlich ausgeschlossen ist

Das zentrale Hindernis für eine Bitcoin-Integration liegt nicht bei den Behörden, sondern im Gesetz selbst. Der Kongress hat zulässige Anlagen auf US-amerikanische Aktienindexfonds mit Gebühren unter 0,1 Prozent begrenzt. Das Finanzministerium kann diese Regeln verschärfen, aber nicht ausweiten. Eine Aufnahme von Bitcoin würde daher höchstwahrscheinlich eine neue Gesetzgebung erfordern. Trumps Aussage „Something could happen“ blieb bewusst vage und stellt kein konkretes Versprechen dar.

Trumps Kurs in der Kryptopolitik

Trump begründete seine Unterstützung für den Kryptomarkt weniger mit wirtschaftlicher Überzeugung als mit geopolitischem Kalkül. „Ich bin nur aus einem Grund ein großer Krypto-Befürworter: Wenn wir es nicht haben, wird China es haben“, sagte er. Gleichzeitig verwies er auf das starke Kapitalzuflussvolumen in den Markt als Indikator für die Zukunftsfähigkeit von Bitcoin.

Siehe auch  3 Token-Freigaben im Blick: Zweite Juliwoche 2026

Trumps Engagement ist dabei nicht vollständig uneigennützig. Seiner jüngsten Finanzoffenlegung zufolge erzielte er im Jahr 2025 mehr als eine Milliarde US-Dollar Einkommen aus familiären Krypto-Unternehmungen. Zuletzt stellte er die steuerliche Behandlung von Bitcoin öffentlich infrage, während er gleichzeitig diese Einnahmen verteidigte.

Was die bisherige Bilanz erwarten lässt

Trumps kryptopolitische Geschichte zeigt ein klares Muster: Er hält Versprechen ein, aber selten schnell. Die strategische Bitcoin-Reserve, die er im Juli 2024 in Nashville ankündigte, wurde erst am 6. März 2025 per Dekret eingerichtet, also rund sieben Monate später. Ähnlich verhält es sich mit der Öffnung von Rentenplänen für alternative Anlagen: Trump unterzeichnete im August 2025 eine entsprechende Executive Order, doch die zuständige Behörde legte den Regelentwurf erst im März 2026 vor, der bis heute nicht finalisiert ist.

Gemessen an diesen Zeitrahmen gilt Bitcoin in Kinderkonten als frühestens ein Thema für das Jahr 2027. Zudem dürfte es eines Gesetzgebungsverfahrens im Kongress bedürfen und nicht lediglich einer Verwaltungsentscheidung. Bitcoin reagierte auf Trumps Aussagen kaum. Die Kryptowährung erholte sich am selben Tag wieder auf über 62.000 US-Dollar, nachdem sie diesen Wert zuvor kurz unterschritten hatte.

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