Senator fordert Verbot von Trumps Meme-Coin nach 636-Millionen-Dollar-Gewinn

Trumps Krypto-Einnahmen: Mehr als 1,4 Milliarden Dollar im Jahr 2025
Aus einem 927-seitigen Dokument des Office of Government Ethics geht hervor, dass Trump im Jahr 2025 Krypto-Einnahmen von insgesamt mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar verzeichnete. Der größte Einzelposten belief sich auf 636 Millionen US-Dollar, die über CIC Digital LLC aus der Lizenzierung des sogenannten Official Trump Tokens flossen. Auch First Lady Melania Trump ist in die Kritik geraten: Sie emittierte ebenfalls einen eigenen Meme Coin und meldete Einnahmen von 6 Millionen US-Dollar aus NFTs und digitalen Sammlerstücken. Der TRUMP-Token selbst notiert derzeit bei rund 1,80 US-Dollar und liegt damit mehr als 97 Prozent unter seinem Allzeithoch von 73,43 US-Dollar, das kurz nach dem Launch im Januar 2025 erreicht wurde.
Gillibrand fordert den End Crypto Corruption Act
Gillibrand ist Mitautorin des sogenannten End Crypto Corruption Act, den Senator Jeff Merkley im Mai 2025 eingebracht hat. Das Gesetz würde es Präsidenten, Kongressmitgliedern, hochrangigen Regierungsbeamten sowie deren Familienmitgliedern untersagen, digitale Vermögenswerte zu emittieren oder zu bewerben, einschließlich Meme Coins und Stablecoins. In einer Stellungnahme, die dem Krypto-Nachrichtenportal Krypto news vorlag, erklärte die Senatorin:
„This is a commonsense requirement that should get broad bipartisan support – public officials and their spouses should not be issuing memecoins… The time to act is now – and that must include ethics reforms that prohibit members of Congress, the president, and their spouses from cashing in on their office.“
Unterstützung für diese Haltung kommt unter anderem vom Ökonomen Peter Schiff, der die Token-Aktivitäten des Präsidenten öffentlich als legale Bestechung bezeichnete und argumentierte, Käufer würden damit Zugang zum Präsidenten erkaufen.
Glaubwürdigkeitsproblem: Gillibrands Sohn und sein Krypto-Startup
Gillibrands Forderungen nach mehr Ethik im Krypto-Bereich stoßen jedoch auf Gegenwind, weil ihr eigener Sohn Theodore Gillibrand mit einem Krypto-nahen Finanzprojekt in Erscheinung getreten ist. Laut einem Bericht des Magazins Fortune schloss der 22-Jährige eine Finanzierungsrunde über 30 Millionen US-Dollar ab, angeführt von Lux Capital. Das Startup, American Perpetuals Exchange Corp, wird mit 300 Millionen US-Dollar bewertet und plant, bei der Commodity Futures Trading Commission die Genehmigung für den Handel mit Perpetual Futures auf Aktien und Indizes zu beantragen. Die Senatorin betonte, ihr Sohn führe ein unabhängiges Unternehmen ohne ihre Beteiligung. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass Gillibrand bis vor Kurzem dem Agrarausschuss des Senats angehörte, der für Derivate zuständig ist, und sehen darin einen Widerspruch zu ihrer Anti-Korruptionsbotschaft.
Politischer Hintergrund: Millionenausgaben der Krypto-Branche
Die Debatte findet in einem politisch aufgeladenen Umfeld statt. Krypto-Unternehmen haben nach vorliegenden Daten bislang 189 Millionen US-Dollar in die Wahlkämpfe des Jahres 2026 investiert, was rund 37 Prozent der gesamten Unternehmenswahlkampfausgaben entspricht. Da die Republikaner derzeit beide Kammern des Kongresses kontrollieren, bleibt offen, ob Ethikregelungen tatsächlich in die laufenden Verhandlungen zur Marktstrukturgesetzgebung einfließen werden.



