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Pump.fun : BOOST mobilisiert SOL-Liquidität für neue Token

Wie der BOOST-Modus über 100 Millionen Dollar totes Kapital jährlich wiederbelebt und warum Trader bereits jetzt auf stärkere Kursanstiege setzen

Was steckt hinter dem BOOST-Modus?

Bisher ging bei jeder Token-Migration aus der Bonding Curve rund 20 Prozent der Liquidität dauerhaft verloren. Diese gesperrten Mittel bezeichnete Pump.fun intern als „tote Liquidität“, da weder Trader noch Halter Zugriff darauf hatten. Der BOOST-Modus ändert das grundlegend: Die zuvor dauerhaft gesperrten Mittel werden nun unmittelbar nach der Migration für automatische Rückkäufe und Burns eingesetzt. Laut Pump.fun erhält jeder migrierte Token dabei Liquidität im Wert von 17,6 SOL bei SOL-Handelspaaren beziehungsweise rund 2.516 US-Dollar bei USDC-Paaren. Das System führt die Käufe über einen Zeitraum von fünf Minuten nach dem TWAP-Prinzip (Time-Weighted Average Price) aus und verbrennt anschließend alle erworbenen Token automatisch.

Pump.fun-Mitgründer Alon erklärte, die Änderung erhöhe die Liquidität für jeden neu migrierten Token um etwa 20 Prozent, ohne das Handelserlebnis auf Bonding Curves oder Liquidity Pools zu verändern. Über die Zeit könne das System Hunderte Millionen Dollar in das Ökosystem einbringen. Mitgründer Sapijiju ergänzte, die fünfminütige Laufzeit sei bewusst gewählt worden, da das Team die unmittelbare Phase nach der Migration als entscheidend für den langfristigen Erfolg eines Tokens betrachte. Der BOOST-Modus gilt nicht für Tokens, die vor dem genannten Zeitpunkt migriert sind, sowie nicht für Projekte, die über den Mayhem-Kanal gestartet wurden.

Reaktion auf Liquiditätskritik

Die Einführung folgt auf wochenlange öffentliche Kritik an der Liquiditätssituation auf Pump.fun. Zahlreiche Trader verglichen die Plattform mit dem Launchpad von Robinhood und argumentierten, dass Memecoins dort trotz geringerer Marktkapitalisierungen über deutlich tiefere Liquidität verfügten. Kritiker wiesen außerdem darauf hin, dass bereits vergleichsweise moderate Verkaufsorders bei Pump.fun-Tokens mit einer Bewertung im zweistelligen Millionenbereich erhebliche Kursausschläge auslösen konnten. Shallow Liquidity, also zu geringe Markttiefe, galt als eines der zentralen Hemmnisse für größere Investitionen auf der Plattform.

Siehe auch  Solana : Tokenisierung treibt SOL auf 30-Tage-Hoch

Branchenbeobachter begrüßen den Schritt

Der bekannte Trader und Bullpen-Mitgründer Ansem bezeichnete die Neuerung als bedeutende Verbesserung. Er erklärte, 20 Prozent tiefere Liquidität bei allen gebondeten Pump.fun-Coins könnte einen der wichtigsten Gründe beseitigen, warum viele Tokens keine höheren Bewertungen erreichen. Hoher Slippage habe bislang viele Käufer davon abgehalten, größere Positionen einzugehen. Das Update deckt sich mit Ansems früheren Aussagen im Market Bubble Podcast, in dem er tiefere Liquidität als eine seiner Hauptprioritäten für die Plattform genannt hatte.

$PUMP-Token legt stark zu

Parallel zur Ankündigung verzeichnet der native Token der Plattform, $PUMP, ein Kursplus von knapp 40 Prozent innerhalb der vergangenen sieben Tage und gehört damit zu den stärksten Performern unter den Top-100-Coins nach Marktkapitalisierung. Bemerkenswert ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund eines Unlock-Events vom 12. Juli, bei dem 82,5 Milliarden $PUMP-Token aus der Zuteilung für Teammitglieder und Investoren freigegeben wurden.

Oliver Grant

Oliver Grant – Solana-Kolumnist Oliver Grant ist ein britischer Blockchain-Analyst mit einem Fokus auf Solana. Er liebt die Effizienz des Netzwerks und die Idee, mit einem gut optimierten System Geld zu verdienen. Für ihn ist Solana der perfekte Mix aus Skalierbarkeit, niedrigen Gebühren und Gewinnpotenzial. In seinen Artikeln erklärt er Solanas Technologie, Marktbewegungen und warum es das Potenzial hat, Ethereum herauszufordern.

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