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Solana : Schlüsselkompromisse treiben Verluste auf 326 Mio.

Ethereum und Solana mit den größten Verlusten

Ethereum verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 Verluste von rund 332 Millionen US-Dollar, Solana folgte mit etwa 326 Millionen US-Dollar an gestohlenen Mitteln. Blockaid erfasste in diesem Zeitraum insgesamt 212 Sicherheitsvorfälle. Der größte Einzelangriff traf KelpDAO mit einem Schaden von 292 Millionen US-Dollar. Besonders auffällig: Die Plattform registrierte 3,4-mal so viele schwerwiegende Exploits wie im gesamten Jahr 2025.

Blockaid-CEO Ido Ben-Natan erläuterte den Vergleich zum Vorjahr: „2025 gingen 2,58 Milliarden US-Dollar bei 63 Vorfällen verloren, konzentriert im ersten Quartal durch den Bybit-Hack in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, wobei Ethereum und Arbitrum die führenden Netzwerke nach gestohlenen Mitteln waren.“

Ethereum: Code-Exploits treffen hochwertige Protokolle

Bei Ethereum dominierten Code-Exploits die Vorfälle nach Anzahl. Angreifer nutzten vor allem Schwachstellen in Brücken und Smart Contracts, verschafften sich unbefugten Zugang zu privilegierten Konten oder setzten Marktmanipulationstechniken ein. Bedeutende Verluste entstanden auch durch kompromittierte Schlüssel, konkret bei Humanity Protocol und StablR. Der dezentrale Börsenhandelsplatz CoWSwap war der einzige große Ethereum-Vorfall, den Blockaid als Nutzerfehler einstufte. Das Netzwerk bleibt laut dem Bericht ein bevorzugtes Angriffsziel, weil es einige der wertvollsten Anwendungen der Kryptobranche beherbergt, darunter Restaking-Plattformen, Stablecoins und dezentrale Börsen.

Solana: Kompromittierte Schlüssel als Hauptursache

Für Solana bedeutete das erste Halbjahr 2026 einen drastischen Anstieg. Im gesamten Jahr 2025 hatte das Netzwerk noch rund 127 Millionen US-Dollar an Verlusten durch Angriffe verzeichnet. Der Zuwachs geht nicht auf eine Zunahme von Smart-Contract-Exploits zurück. Stattdessen entfielen mehr als 98 Prozent der Solana-Verluste auf kompromittierte Schlüssel und Signing-Infrastruktur. Hauptverantwortlich waren laut Blockaid Vorfälle bei Drift Protocol und Step Finance, die das Unternehmen mit nordkoreanischen Cybergruppen in Verbindung brachte. Nur ein kleiner Teil der Verluste geht auf Code-Exploits zurück, etwa bei Raydium und Volo.

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Angriffsmuster unterscheiden sich deutlich zwischen den Netzwerken

Die Auswertung zeigt ein klares Muster: Während Angreifer bei Ethereum primär technische Schwachstellen in Protokollcode ausnutzen, richten sich Angriffe auf Solana eher gegen organisatorische Sicherheit und Verwaltungsinfrastruktur. Dieser Unterschied hat direkte Konsequenzen für die Sicherheitsstrategien von Entwicklern und Protokollbetreibern. Audits von Smart Contracts allein reichen demnach nicht aus. Ebenso entscheidend ist der Schutz privater Schlüssel und die Absicherung von Signaturprozessen, insbesondere in Netzwerken wie Solana, in denen zentralisierte Verwaltungsstrukturen verbreitet sind.

Oliver Grant

Oliver Grant – Solana-Kolumnist Oliver Grant ist ein britischer Blockchain-Analyst mit einem Fokus auf Solana. Er liebt die Effizienz des Netzwerks und die Idee, mit einem gut optimierten System Geld zu verdienen. Für ihn ist Solana der perfekte Mix aus Skalierbarkeit, niedrigen Gebühren und Gewinnpotenzial. In seinen Artikeln erklärt er Solanas Technologie, Marktbewegungen und warum es das Potenzial hat, Ethereum herauszufordern.

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