Elon Musk nimmt Wirtschaftsnobelpreisträgers Billionen-Wette an – Wird er liefern?

Die Wette: Eine Billion Dollar für den guten Zweck
Acemoglu bezog sich auf eine Aussage, die Musk in einem Videointerview gemacht hatte. Musk behauptete darin, dass Roboter und künstliche Intelligenz bald so viele Güter erzeugen würden, dass Geld seine Bedeutung verliere. Der Ökonom nahm Musk beim Wort und forderte ihn auf, sein damaliges Vermögen von rund einer Billion Dollar bis spätestens 2036 an wohltätige Organisationen zu spenden. Als Bedingung nannte Acemoglu, dass eine unabhängige Stelle die begünstigten Organisationen auswählen solle, die effektiv und politisch neutral sein müssten. Die Initiative würde laut Acemoglu zudem die öffentliche Sorge über den politischen Einfluss von Milliardären und Billionären verringern.
Der Kommentator Gad Saad verbreitete den Beitrag auf X und verwies dabei ausdrücklich auf Acemoglus Nobelpreisträger-Status. Musk antwortete daraufhin innerhalb weniger Stunden mit den Worten: „I am actually going to do something along these lines!“ Weitere Details zu einem konkreten Zeitplan, einer genauen Summe oder einem gemeinnützigen Vehikel nannte er nicht. Der genaue Umfang seiner Zusage bleibt damit offen.
Musks Vermögen schrumpft deutlich
Die Herausforderung traf Musk zu einem Zeitpunkt, an dem sein Vermögen spürbar gesunken war. Laut Forbes fiel sein Nettovermögen am 27. Juli auf 695,7 Milliarden Dollar, nachdem SpaceX-Aktien um weitere 4,8 Prozent auf rund 109,50 Dollar nachgegeben hatten. Seit ihrem Höchststand am 16. Juni sind die SpaceX-Papiere damit etwa 50 Prozent gefallen, trotz eines erfolgreichen Starship-Teststarts. Musk hält nach Angaben des Quellenmaterials 4,8 Milliarden SpaceX-Aktien sowie 350 Millionen Aktienoptionen, weshalb jede Kursbewegung sein Gesamtvermögen erheblich beeinflusst.
Der Forbes-Echtzeit-Tracker für Milliardäre wies sein Vermögen an einem Dienstag mit 715,6 Milliarden Dollar aus, ein Rückgang von 1,32 Prozent oder 9,5 Milliarden Dollar an einem einzigen Tag. Damit führt Musk die weltweite Rangliste dennoch klar an. Die Google-Mitgründer Larry Page und Sergey Brin folgen mit 268,8 Milliarden beziehungsweise 248 Milliarden Dollar, Amazon-Gründer Jeff Bezos kommt auf 242,6 Milliarden Dollar.
Offene Fragen und Ausblick
Musk hatte sich bereits selbst als ehemaliger Billionär bezeichnet, nachdem er im Zuge des SpaceX-Kursrückgangs erstmals unter die Billion-Dollar-Marke gefallen war. Er hatte diese Schwelle ursprünglich nach dem rekordverdächtigen Nasdaq-Debüt von SpaceX im Juni überschritten. Für Beobachter und Investoren stehen nun zwei Fragen im Mittelpunkt: Erstens, ob Musk seine vage Spendenankündigung konkretisiert und formalisiert. Zweitens, wie sich der SpaceX-Kurs entwickelt, da im August eine Aktien-Sperrfrist ausläuft, die weiteren Druck auf den Kurs ausüben könnte. Acemoglus Vorstoß erhöht jedenfalls den öffentlichen Druck auf Musk, seinen Worten Taten folgen zu lassen.



