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Bitcoin-ETFs beenden 10-tägige Abflussserie mit 221,7 Mio. Dollar Zufluss

Rekordhafter Abfluss im Juni

Die Trendwende kommt nach einem historisch schlechten Monat für Bitcoin-ETFs. Im Juni verloren die Produkte insgesamt 4,5 Milliarden US-Dollar, der größte monatliche Abfluss seit dem Start im Januar 2024. Allein in den zehn Handelssitzungen vor dem 2. Juli flossen mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar aus den Fonds ab. Besonders stark betroffen war der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, der im Juni rund 3,55 Milliarden US-Dollar verlor und damit etwa 79 Prozent des gesamten monatlichen Abflusses auf sich vereinte.

Ethereum und weitere Krypto-ETFs im Aufwind

Neben Bitcoin verzeichneten am 2. Juli auch andere Krypto-ETFs positive Mittelflüsse. Ethereum-ETFs führten die Gruppe mit Zuflüssen von 29,08 Millionen US-Dollar an, nachdem bereits am Vortag 14,89 Millionen US-Dollar zugeflossen waren und damit eine neuntägige Verlustserie beendet worden war. XRP-ETFs zogen 6,55 Millionen US-Dollar an, nachdem sie zuvor zwei aufeinanderfolgende Tage mit Abflüssen verzeichnet hatten. Hyperliquid-ETFs und Solana-ETFs verbuchten Zuflüsse von 2,24 Millionen beziehungsweise 2,2 Millionen US-Dollar.

Schwache Arbeitsmarktdaten stützen Kurserholung

Die Zuflüsse fielen mit einer breiteren Preiserholung bei Bitcoin zusammen. Bereits am 1. Juli hatte Bitcoin die Marke von 60.000 US-Dollar zurückerobert, nachdem Fed-Chef Kevin Warsh erklärt hatte, die Inflationsrisiken seien gesunken. Am 2. Juli trieb ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht den Kurs weiter nach oben. Mit lediglich 57.000 neu geschaffenen Stellen, etwa der Hälfte der Erwartungen von Ökonomen, stieg Bitcoin zeitweise auf über 62.000 US-Dollar.

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Zinshiking-Erwartungen sinken deutlich

Die enttäuschenden Jobdaten veränderten die Zinserwartungen der Marktteilnehmer erheblich. Laut CME FedWatch sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli auf 17,6 Prozent, nachdem sie einen Tag zuvor noch bei 28,9 Prozent gelegen hatte. Sinkende Zinserhöhungserwartungen gelten an den Märkten typischerweise als positiver Faktor für risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen, da günstigere Finanzierungsbedingungen die Nachfrage nach solchen Vermögenswerten stützen können.

Nachhaltigkeit der Trendwende offen

Ob die Zuflüsse vom 2. Juli den Beginn einer dauerhaften Erholungsphase markieren oder lediglich eine Gegenbewegung nach den massiven Abflüssen darstellen, bleibt abzuwarten. Der Markt beobachtet nun genau, ob das institutionelle Interesse an Spot-Bitcoin-ETFs über einen einzelnen Handelstag hinaus anhält und ob sich die veränderten Zinserwartungen als tragfähig erweisen.

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