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Coinbase- und Grayscale-Manager treten nach Krypto-Erfolgen zurück

Coinbase verliert seinen Chefrechtsanwalt nach sechs Jahren

Paul Grewal informierte Coinbase am 8. Juli darüber, dass er seinen Posten als Chief Legal Officer und Sekretär zum 31. Juli niederlegen werde. Er war 2020 von Facebook zu Coinbase gewechselt, wo er zuvor als stellvertretender Generalrat tätig war. Davor hatte er mehr als fünf Jahre als Bundesrichter gearbeitet. In seiner Abschiedsmitteilung zog Grewal eine persönliche Bilanz seiner Amtszeit: „Nachdem ich dazu beigetragen habe, das Unternehmen an die Börse zu bringen, die SEC bekämpft und gewonnen, uns von Delaware nach Texas umgezogen und daran gearbeitet habe, GENIUS und bald CLARITY in Kraft treten zu lassen, ist jetzt meine Zeit für neue Abenteuer.“

Zu den prägenden Momenten seiner Amtszeit zählt das direkte Börsen-Listing von Coinbase an der Nasdaq im April 2021, das Coinbase zur ersten großen US-amerikanischen Kryptobörse mit öffentlichem Börsenhandel machte. Besonders bedeutsam war auch die erfolgreiche Abwehr der Klage der US-Börsenaufsicht SEC, die die Behörde im Jahr 2023 eingereicht hatte. Anfang 2025 zog die SEC die Klage ohne jegliche Geldstrafe zurück. Grewal wechselt nach seinem Abgang in eine Beratungsrolle und bleibt bis Oktober im Unternehmen sowie dauerhaft im Vorstand der Coinbase National Trust Company. Als Nachfolgerin wurde Molly Abraham, bisher Vizepräsidentin für rechtliche Angelegenheiten, zur Generalrätin ernannt. Ryan VanGrack übernimmt die Rolle des Vizevorsitzenden.

Grayscale-Finanzchef verlässt das Unternehmen nach sieben Jahren

Edward McGee trat am 2. Juli nach sieben Jahren als CFO von Grayscale zurück, einem Unternehmen der Digital Currency Group. Das Unternehmen teilte mit, McGee habe das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen. Seine Amtszeit war von einem wegweisenden Gerichtsurteil geprägt: Im August 2023 entschied ein Bundesberufungsgericht, dass die SEC den Antrag von Grayscale auf einen Spot-Bitcoin-ETF zu Unrecht abgelehnt hatte. Diese Entscheidung ebnete den Weg für die SEC-Genehmigung von Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024. Grayscale wandelte daraufhin seinen Flaggschiff-Fonds Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) um, der zu diesem Zeitpunkt etwa 26,5 Milliarden US-Dollar verwaltete.

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Seitdem ist das verwaltete Vermögen des Fonds deutlich gesunken. Ende März 2026 lag es bei rund 10,5 Milliarden US-Dollar. Ein wesentlicher Grund dafür ist die vergleichsweise hohe Gebühr von 1,5 Prozent, die sechsmal so hoch ist wie die 0,25 Prozent, die BlackRocks iShares Bitcoin Trust verlangt. McGee hatte zudem eine vertrauliche Börsengangs-Einreichung von Grayscale im Jahr 2025 begleitet, die das Unternehmen inzwischen auf Eis gelegt hat. Als Übergangslösung übernehmen Kathryn Masci und Daniel Plourde gemeinsam die Position des CFO. Masci tritt zudem dem Managementgremium bei und wird zur wichtigsten Finanz- und Buchhaltungsbeauftragten ernannt.

Wechsel in einer Phase des regulatorischen Wandels

Beide Abgänge fallen in eine Zeit, in der die US-amerikanische Kryptopolitik an Kontur gewinnt. Der GENIUS Act trat im Juli 2025 in Kraft, während der CLARITY Act noch auf seine abschließende Abstimmung im Senat wartet. Indem beide Unternehmen auf interne Nachfolger setzen, signalisieren sie Kontinuität statt eines Kurswechsels. Wie die neuen Führungskräfte die nächste Phase gestalten werden, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.

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