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DOGE endet, Bitcoin beginnt? Musks und Saylors Posts zum 4. Juli befeuern Spekulationen

DOGE endet ohne Abschlussbericht

Trumps Exekutivorder vom Januar 2025 schuf DOGE als temporäre Behörde mit einem klar definierten Enddatum, dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. De facto war die Organisation jedoch bereits zuvor zerfallen. Als zentralisierte Einheit kollabierte DOGE bereits im vergangenen November, Monate vor dem offiziellen Fristende. Der öffentliche Einsparungstracker der Behörde wurde nach dem 1. Januar nicht mehr aktualisiert.

Die Kommission beanspruchte Einsparungen von 215 Milliarden US-Dollar, was nach eigener Rechnung etwa 1.335 Dollar pro Steuerzahler entspricht. Das entspricht rund drei Prozent eines Jahresbudgets von sieben Billionen Dollar und liegt weit unter den zwei Billionen Dollar, die Musk im Oktober 2024 als Ziel ausgegeben hatte. Einen offiziellen Abschlussbericht wird es nicht geben, wie der Direktor des Haushalts- und Verwaltungsamts, Russ Vought, gegenüber dem Kongress bestätigte. Musk selbst, der Washington im Mai 2025 nach 130 Tagen als Regierungsberater verlassen hatte, hatte das Ende stets als bewussten Schritt dargestellt. Im Dezember 2024 schrieb er: „Der letzte Schritt von DOGE ist es, sich selbst zu löschen.“

Saylor antwortet Musk mit einem Bitcoin-Symbol

Den eigentlichen Diskussionsstoff lieferte ein kurzer Schlagabtausch auf X. Marc Andreessen veröffentlichte zum Unabhängigkeitstag ein fünfminütiges Videomontage zur amerikanischen Geschichte mit dem Kommentar „God bless America“. Musk teilte dasselbe Video wenige Stunden später. Saylor antwortete daraufhin direkt an Musk mit einem einzigen Satz, in dem er den Buchstaben „B“ durch das Bitcoin-Symbol ersetzte: „We can still make something ₿etter.“

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Für Marktbeobachter war die Anspielung eindeutig. Trader interpretierten den Austausch als symbolische Staffelübergabe: von der staatlichen Effizienzreform hin zu hartem Geld in Form von Bitcoin. Bitcoin notierte zum Zeitpunkt der Berichte bei rund 62.584 US-Dollar, ein Plus von etwa einem Prozent binnen 24 Stunden.

Historischer Kontext: Saylor und Musk haben diese Konstellation schon erlebt

Das Szenario erinnert an Dezember 2020, als Saylor Musk öffentlich dazu aufforderte, Teslas Bilanz in Bitcoin umzuschichten. Tesla kaufte daraufhin im Februar 2021 Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Im Mai 2021 suspendierte das Unternehmen Bitcoin-Zahlungen jedoch wieder, mit Verweis auf Umweltbedenken beim Energieverbrauch. Einige Nutzer griffen diesen Faden auf und riefen Tesla dazu auf, Bitcoin-Zahlungen wieder aufzunehmen.

Offene Fragen und Markteinordnung

Weder Musk noch Saylor erwähnten DOGE in ihren Beiträgen namentlich. Die zentrale Frage bleibt offen: Ob Bitcoin tatsächlich als Nachfolger einer Reformagenda taugt oder ob Saylors Kommentar ein reines Feiertagssignal ohne strategische Substanz war. Zugleich steht Strategy, Saylors Unternehmen, unter Druck. Berichten zufolge wurden 491 Bitcoin verkauft, und JPMorgan bezeichnete die Dividendenpolitik des Unternehmens als risikoreich.

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