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Krypto-Millionäre in New York leichter finden

Was New York City veröffentlicht hat

Die neue Steuer trat am 1. Juli in Kraft und richtet sich gegen Immobilien, die nicht als Hauptwohnsitz des Eigentümers genutzt werden. Eigentumswohnungen und Genossenschaften ab einem Wert von einer Million US-Dollar fallen darunter, Häuser erst ab fünf Millionen Dollar. Die niedrige Millionengrenze für Wohnungen erklärt, warum die Liste 24.700 Apartments, aber nur 6.800 Häuser enthält. Die Stadt hatte ursprünglich mit rund 10.000 betroffenen Objekten gerechnet und damit die tatsächliche Zahl deutlich unterschätzt.

Das Staatsrecht verpflichtet die Stadt, alle Objekte zu benennen, die möglicherweise steuerpflichtig sind, und bei Genossenschaftswohnungen Adresse und Wohnungsnummer anzugeben. Der Immobiliensteueranwalt Ben Williams von Rosenberg & Estis, der bei der städtischen Anhörung aussagte, kritisierte die Liste gegenüber Bloomberg als viel zu weit gefasst. Viele Objekte würden im Einspruchsverfahren wieder gestrichen. Eigentümer haben nach dem Versand der Bescheide bis 30. August dreißig Tage Zeit, Widerspruch einzulegen. Die endgültige Liste soll bis zum 31. Dezember feststehen.

Krypto-Branche spricht von Massen-Doxxing

Hayden Adams, Gründer der Krypto-Börse Uniswap, durchsuchte die Daten und fand die Adressen ihm bekannter Personen, darunter fast alle Einheiten ganzer Luxusgebäude. „Nicht nur ihre Einheiten waren aufgeführt, sondern fast jede Einheit im gesamten Gebäude. Sie haben offensichtlich eine unglaublich weite Auslegung von ‚könnte sein‘ genommen und damit einen riesigen Anteil aller teuren Apartments in New York City geoutet“, schrieb Adams. Mert Mumtaz, CEO von Helius, betonte, die Daten seien zwar zuvor bereits öffentlich gewesen, aber unstrukturiert. Jetzt seien sie bereinigt, sortiert und einfach herunterzuladen.

Nic Carter vom Wagniskapitalgeber Castle Island Ventures verwies auf eine steigende Zahl von Krypto-Entführungen in Frankreich und Schweden. „Das ist eine Liste wohlhabender Menschen und ihrer Adressen. Wie wir in Frankreich und Schweden gesehen haben, führt das zu Krypto-Entführungen, Folter und Morden. Ja, Immobilienaufzeichnungen sind halb-öffentlich, aber das hier ist eine leicht durchsuchbare Datenbank und Zielliste“, erklärte Carter.

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Angriffsdaten geben der Warnung Gewicht

Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen CertiK zählte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 insgesamt 52 sogenannte Wrench Attacks, bei denen Kriminelle Gewalt oder Drohungen einsetzen, um Opfer zur Herausgabe von Kryptowährungen zu zwingen. Ein Jahr zuvor waren es 39 Fälle. Die finanziellen Schäden stiegen von 10,5 Millionen Dollar auf 124,2 Millionen Dollar. Der durchschnittliche Schaden je Fall wuchs von 270.000 auf 2,39 Millionen Dollar. Besonders auffällig: Einbrüche in Privatwohnungen stiegen von einem einzigen Fall auf 20 Fälle an.

Geografisch entfallen 33 der 52 Angriffe auf Frankreich, 39 auf Europa insgesamt, vier auf die USA. CertiK beschreibt die Methode als „datengesteuertes Targeting“: Angreifer kombinieren Datenlecks, Immobilienregister und Steuerunterlagen zu vollständigen Profilen. Französische Ermittler berichteten, ein Mitarbeiter einer Steuerbehörde habe Krypto-Investorendaten an kriminelle Netzwerke verkauft. CertiK fordert Regulierungsbehörden auf, staatliche Datenbanken, die Personen mit Krypto und Adressen verknüpfen, besser zu schützen. New Yorks Liste enthält zwar keine Krypto-Daten, liefert aber die fehlende Adresskomponente für alle, die bereits wissen, wer Kryptowährungen besitzt.

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