JD Vance enthüllt 7 Schockmomente der Iran-Verhandlungen, Bitcoin erholt sich auf 65.000 Dollar, Öl fällt

Vance: Iran stimmt IAEA-Inspektionen zu
Vance äußerte sich nach rund 18 Verhandlungsstunden in Bürgenstock, Schweiz. Dort erklärte er, seine Delegation habe die Zustimmung Teherans erwirkt, Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder einzulassen. Er bezeichnete dies als ersten Schritt zur Beendigung des iranischen Atomprogramms. Die IAEA hatte ihre letzten Inspektoren im Juni 2025 abgezogen, nachdem US-amerikanische und israelische Angriffe die Atomanlagen in Fordow und Natanz getroffen hatten. Das iranische Parlament hatte daraufhin die Zusammenarbeit ausgesetzt, was die formelle Überwachung für rund ein Jahr unterbrach.
Die aktuellen Gespräche bauen auf einem US-iranischen Friedensabkommen auf, das Präsident Trump Anfang des Monats unterzeichnet hatte. Eine gemeinsame Erklärung legte einen 60-Tage-Fahrplan sowie einen hochrangigen Ausschuss und Arbeitsgruppen zu den Themen Atomfrage, Sanktionen und offene Streitpunkte fest. „Die Iraner haben zugestimmt, IAEA-Inspektoren wieder in ihr Land einzuladen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für das amerikanische Volk“, sagte Vance in einem Interview. Erste Kontakte mit der IAEA könnten demnach noch innerhalb der Woche beginnen.
Teheran widerspricht der US-Darstellung
Die Einigung blieb jedoch umstritten. Fars News, ein der Revolutionsgarde nahestehender iranischer Nachrichtendienst, berichtete, das Atomthema habe gar nicht auf der Tagesordnung gestanden. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, der die iranische Delegation leitete, hatte bereits einen Tag zuvor gewarnt, Washington solle seine Äußerungen sorgfältig abwägen, und betont, Irans Streitkräfte stünden zur Reaktion bereit. Damit bleibt eine tatsächliche Inspektionsvereinbarung vorerst unbestätigt.
Bitcoin steigt, Ölpreis fällt
An den Märkten sorgte die Nachrichtenlage für deutliche Bewegung. Bitcoin notierte zuletzt bei rund 65.500 US-Dollar, ein Plus von mehr als zwei Prozent innerhalb von 24 Stunden. Damit liegt die größte Kryptowährung der Welt jedoch noch immer rund 48 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 126.080 US-Dollar, das im Oktober erreicht worden war. Der Kursrückgang hatte sich parallel zur Eskalation des Konflikts vollzogen.
Gleichzeitig gaben die Ölpreise nach. US-Rohöl handelte bei rund 75 US-Dollar je Barrel und damit in der Nähe des niedrigsten Stands seit März. Hintergrund ist die Erwartung, dass sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus in den kommenden Wochen wieder normalisieren könnte. Die Meerenge ist von zentraler Bedeutung für den globalen Energiemarkt: Unter normalen Bedingungen passieren täglich rund 20 Millionen Barrel Öl diese Route, was etwa einem Fünftel des weltweiten Angebots entspricht. Infolge des Konflikts waren die Durchflussmengen Anfang 2026 um fast 30 Prozent auf 14,6 Millionen Barrel täglich gesunken.
Wirtschaftliche Dimension der Verhandlungen
Vance skizzierte in der Schweiz auch wirtschaftliche Aspekte eines möglichen Abkommens. Nach einem von Katar vermittelten Plan würden etwaig eingefrorene iranische Vermögenswerte dazu genutzt, amerikanische Agrarprodukte zu kaufen. „Wenn iranische Vermögen jemals freigegeben werden, werden sie dazu dienen, amerikanische Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren“, so Vance. Die weiteren Entwicklungen rund um mögliche IAEA-Inspektionen dürften sowohl die Diplomatie als auch die Stimmung an den Kryptomärkten in den kommenden Tagen maßgeblich beeinflussen.

