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Spitzenmodell Claude AI Fable 5 prognostiziert ambitioniertes Bitcoin-Kursziel bis Ende 2026

Bullische Argumente: ETF-Zuflüsse und strukturelle Nachfrage

Die optimistische Einschätzung stützt sich weniger auf technische Chartmuster als auf strukturelle Faktoren. Am 2. Juli verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs nach zehn Handelstagen mit Abflüssen erstmals wieder Zuflüsse in Höhe von 221 Millionen US-Dollar. Der Fear-and-Greed-Index notiert bei 23, was als „Extreme Fear“ gilt. Historisch hat dieser Bereich häufig Einstiegspunkte für langfristig orientierte Anleger markiert. Spot-ETFs halten derzeit insgesamt rund 80 Milliarden US-Dollar in Bitcoin, eine strukturelle Nachfragebasis, die in früheren Marktzyklen nicht existierte.

Das Analysehaus Bernstein argumentiert, dass diese neue Eigentümerstruktur den klassischen Vier-Jahres-Zyklus verlängert und abflacht. Standard Chartered hält ebenfalls an einem Kursziel von 100.000 US-Dollar zum Jahresende fest und bezeichnet den aktuellen Rückgang als Kaufgelegenheit. Als entscheidender Makrofaktor gilt das FOMC-Treffen am 28. und 29. Juli. Eine taubenhaftere Haltung der US-Notenbank könnte den Dollar schwächen, die Renditen drücken und institutionelles Kapital zurück in Risikoassets lenken.

Bärische Risiken: Rekordabflüsse und technische Warnsignale

Die pessimistischen Argumente sind ebenso konkret. Der Juni war laut Quellenmaterial der schlechteste Monat für Bitcoin-ETFs seit deren Einführung, mit Abflüssen von 4,5 Milliarden US-Dollar. Die Citigroup hat ihr 12-Monats-Kursziel von 112.000 auf 82.000 US-Dollar gesenkt und geht in ihrem Modell für ein volles Jahr von null neuen ETF-Zuflüssen aus. Das Unternehmen Strategy verkaufte erstmals seit 2022 Bitcoin, ein ungewöhnliches Signal vom bekanntesten institutionellen Bitcoin-Halter überhaupt.

Technisch zeichnet sich auf dem Drei-Tages-Chart eine Kopf-und-Schulter-Formation ab. Bitcoin erreichte im Oktober 2025 ein Hoch von rund 126.000 US-Dollar und hat seitdem eine Serie tieferer Hochpunkte gebildet. Im Februar kam es zu einem strukturellen Bruch unter 84.000 US-Dollar, eine Erholung auf rund 82.000 US-Dollar im Mai scheiterte. Aktuell notiert der Kurs bei 62.155 US-Dollar. Der entscheidende Unterstützungsbereich liegt bei 59.500 US-Dollar, darunter befindet sich bei 55.298 US-Dollar die Fibonacci-Nackenlinie der Formation. Bricht diese, projiziert das Muster einen möglichen Rückgang in Richtung 42.000 US-Dollar. PlanB und Glassnode nennen das vierte Quartal 2026 als wahrscheinlichstes Zeitfenster für ein zyklisches Tief.

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Technische Ausgangslage und Schlüsselniveaus

Der RSI liegt derzeit nahe 42, die Signallinie bei rund 46. Die negative Differenz zeigt, dass das Momentum unter seinem eigenen Durchschnitt verläuft. Erholungen werden verkauft, ohne dass es zu einer echten Kapitulation kommt. Für eine Bewegung in Richtung 100.000 US-Dollar müsste Bitcoin zunächst die Marke von 68.000 US-Dollar zurückgewinnen und gleichzeitig die Unterstützung bei 59.500 US-Dollar verteidigen. Widerstand liegt gestaffelt bei 64.000, 68.000 und 73.000 US-Dollar. Solange diese Niveaus nicht überwunden werden, bleibt das bullische Szenario unter Druck.

Felix Vaider

Felix Vaider analysiert den Kryptomarkt und erklärt, wie Kursbewegungen, Handelsstrategien und makroökonomische Faktoren den Markt beeinflussen. Er hat Erfahrung im Finanzwesen und algorithmischen Handel. Seine Artikel liefern datenbasierte Einblicke für Anleger, die Bitcoin, Altcoins und Marktdynamiken verstehen wollen.

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