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Können Ansem und ein 300-Mio.-Airdrop Pump.fun vor dem 130-Mio.-Unlock retten?

Ansems Forderung: Airdrop als Stimmungsretter

Ansem argumentiert, eine großzügige Ausschüttung würde treue Trader belohnen und das beschädigte Image der Plattform wiederherstellen. In einem öffentlichen Post schrieb er: „Alles, was ich sage, ist: Wenn sie den Leuten in den Trenches einen Airdrop-Stimulus von 250 bis 300 Millionen Dollar geben, während Solana ausbricht und wieder Aufmerksamkeit gewinnt, und gleichzeitig künftige Handelsvolumina incentivieren, würde sich die öffentliche Meinung zu ihnen in rasantem Tempo ändern.“ Pump.fun hat bislang keine entsprechenden Pläne angekündigt.

Ansems Worte haben in der Meme-Coin-Community erhebliches Gewicht. Sein eigener Token ANSEM legte innerhalb einer Woche um fast 20.000 Prozent zu, nachdem er wöchentliche Creator-Fee-Airdrops angekündigt hatte. Laut Daten von Arkham erhielt er ursprünglich 65 Prozent des ANSEM-Angebots und hat seitdem insgesamt 6,6 Prozent als Airdrops verteilt, was zum aktuellen Kurs rund 11,22 Millionen US-Dollar entspricht.

Token-Unlock am 12. Juli als entscheidender Test

Der PUMP-Token wird derzeit bei rund 0,0015 US-Dollar gehandelt, mehr als 80 Prozent unter seinem Höchststand im September 2025. Der bevorstehende Unlock verschärft den Druck auf die Plattform erheblich. Genau ein Jahr nach dem Initial Coin Offering, bei dem PUMP zu einem Preis von 0,004 US-Dollar verkauft wurde, laufen am 12. Juli die Sperrfristen für bestehende Investoren ab. Laut Daten von Tokenomist werden dann 82,5 Milliarden Token mit einem aktuellen Wert von rund 133 Millionen US-Dollar freigegeben. Diese Tranche entspricht etwa einem Fünftel des umlaufenden Angebots. Trotz eines Kursanstiegs von fast 20 Prozent in der vergangenen Woche notiert PUMP noch immer 62 Prozent unterhalb des ICO-Preises.

Siehe auch  Pump.fun: Dominanz und Herausforderungen im Memecoin-Markt von Solana

Burns und Buybacks: Bisherige Strategie mit begrenzter Wirkung

Pump.fun hat bis dato auf Vernichtung statt Verteilung gesetzt. Im April führte die Plattform einen Token-Burn im Wert von 370 Millionen US-Dollar durch, der rund 36 Prozent des umlaufenden Angebots eliminierte. Zusätzlich verpflichtete sich das Unternehmen, die Hälfte seiner Einnahmen für ein Jahr in automatische Buybacks und Burns zu investieren. Co-Gründer Alon Cohen verteidigte diese Strategie mit den Worten: „Jeder Dollar, der nicht verbrannt wird, ist ein Dollar, der auf dasselbe Ziel hinarbeitet.“

Kritiker argumentieren hingegen, diese Token hätten an die Nutzer verteilt werden sollen. Die Wirksamkeit der Strategie ist zudem begrenzt. Ein früheres Buyback-Programm konnte den anhaltenden Verkaufsdruck durch große Wallets im späten Jahr 2025 nicht nachhaltig stoppen.

Drei Optionen, eine Entscheidung

Pump.fun steht nun vor einer Weichenstellung: Die Plattform kann Ansems Vorschlag mit einem Airdrop beantworten, weitere Burns ankündigen oder schweigen. Jede dieser Optionen trägt Risiken. Der 12. Juli wird zeigen, ob eine schrumpfende Umlaufmenge und erneute Aufmerksamkeit im Markt ausreichen, um den ersten großen Investor-Unlock ohne anhaltenden Kursverfall abzufedern.

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