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Ethereum-Wale kaufen das Tief während ETF-Zuflüsse zurückkehren: Ist $2.438 das nächste Ziel?

Ethereum-Wale akkumulieren nahe Jahrestiefs

Laut Daten des Blockchain-Analyseunternehmens Glassnode ist die Anzahl der Wallet-Adressen, die zwischen 1.000 und 10.000 ETH halten, seit Anfang Juni von rund 4.750 auf knapp 4.850 gestiegen. Der 30-Tage-Veränderungswert blieb dabei über weite Teile des Juli positiv, was auf eine anhaltende Akkumulation hindeutet und nicht auf einen kurzlebigen Anstieg. Zusätzlich erwarben neue Wallets Mitte Juli rund 50.000 ETH, zeitgleich sprang das ETH/BTC-Verhältnis um 6 Prozent nach oben. Analysten betonen den Unterschied zum Oktober 2025: Damals stiegen die Wal-Adressen, während ETH in der Nähe seiner Allzeithochs handelte, woraufhin die Rallye schnell endete. Diesmal kaufen Großinvestoren nahe an den Jahrestiefs.

ETF-Zuflüsse kehren nach acht Wochen zurück

Auch auf institutioneller Seite zeichnet sich eine Trendwende ab. Nach etwa acht Wochen, die von Nettomittelabflüssen geprägt waren, verzeichnen US-amerikanische Spot-Ethereum-ETFs seit Juli wieder positive Zuflüsse. In der Woche bis zum 24. Juli summierten sich die Nettomittelzuflüsse auf 103,9 Millionen US-Dollar. Es war damit die dritte Woche in Folge mit positiven Vorzeichen. Die Größenordnung bleibt jedoch überschaubar: Tägliche Zuflüsse bewegen sich im zweistelligen Millionenbereich und liegen damit weit unter den Spitzenwerten von 600 Millionen bis zu einer Milliarde US-Dollar, die im August 2025 verzeichnet wurden. Die institutionelle Nachfrage kehrt zurück, eine Beschleunigung ist bislang nicht erkennbar.

Netzwerkaktivität als schwaches Glied in der Kette

Das bullische Bild bekommt durch die Netzwerkaktivität Risse. Der 14-Tage-Durchschnitt der aktiven Ethereum-Adressen liegt laut Glassnode bei rund 400.000. Dieser Wert liegt deutlich unterhalb des Peaks von rund 460.000 im Juni und weit entfernt vom Hoch von annähernd 800.000 aktiven Adressen, das im Februar 2026 erreicht wurde. Die Akkumulation ist somit nicht von einer wachsenden Nutzung des Netzwerks begleitet. Das Marktsentiment ist derweil stark bearish, was Analyseplattform Santiment allerdings als Kontraindikator wertet: Die zwei vorherigen Extremwerte in der negativen Stimmung gingen einer ETH-Erholung voraus.

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Kursziel 2.438 US-Dollar im Blick, Rücksetzer möglich

Aus charttechnischer Sicht hat ETH Mitte Juli einen langfristigen Abwärtstrend gebrochen, der den Kurs seit dem Allzeithoch im August 2025 fünfmal zurückgewiesen hatte. Der Ausbruch erfolgte bei einem Futures-Open-Interest von rund 19,8 Milliarden US-Dollar. Seitdem hält sich der Kurs zwei Wochen oberhalb der gebrochenen Trendlinie und nähert sich der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar. Ein bestätigter Tagesschlusskurs über diesem Niveau würde den Weg zum 0,618-Fibonacci-Retracement bei 2.438 US-Dollar freimachen, einem Kursziel rund 24 Prozent über dem aktuellen Preis, das zugleich mit einer Angebotszone aus dem Mai zusammenfällt. Scheitert der Ausbruch, rücken der 0,786-Fibonacci-Level bei 1.754 US-Dollar sowie die gebrochene Trendlinie nahe 1.600 US-Dollar als potenzielle Unterstützungsniveaus in den Vordergrund. Das sinkende Handelsvolumen während der Erholung deutet auf eine laufende Akkumulationsphase hin, lässt den Ausbruch aber vorerst unbestätigt.

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