Krypto NewsRealSeen

Milliardär enthüllt KI-Wette mit riesigem Potenzial in 5 Jahren

Kamath würde jede private KI-Firma leerverkaufen

Kamath formulierte seine Einschätzung im Podcast „People by WTF“ in ungewöhnlich klaren Worten. Er erklärte, er könnte mit dem Leerverkauf sämtlicher privater KI-Unternehmen in fünf Jahren Geld verdienen. „Like me, the stock trader investor, I’m starting to feel at this point that if I were to take every private company in AI and short their stock today, in five years, I might make money. It feels a bit like the ‚Internet bubble'“, sagte Kamath wörtlich. Der Zerodha-Mitgründer begründet seine skeptische Haltung vor allem mit der zu erwartenden Fragmentierung des Marktes. Er geht davon aus, dass einzelne Länder aufhören werden, teure proprietäre Modelle zu importieren, und stattdessen eigene regionale Lösungen entwickeln werden. Indien etwa könnte ein eigenes inländisches Modell betreiben, bei dem Token-Verarbeitung und Rechenleistung lokal verbleiben. Unter diesem Szenario seien die aktuellen Bewertungsaufschläge schlicht nicht mehr gerechtfertigt: „If the world goes in that direction, I don’t see the reason to pay the multiples that these private companies have today.“

Armstrong sieht Open-Source als entscheidende Bedrohung

Armstrong stimmte dieser Markteinschätzung zu und untermauerte sie mit konkreten Zahlen. Er verwies auf den gravierenden Kostenunterschied zwischen führenden Frontier-Modellen und frei verfügbaren Open-Source-Alternativen. Letztere liegen nach seiner Einschätzung etwa sechs Monate hinter den Spitzenmodellen, kosten beim Einsatz jedoch bis zu 99 Prozent weniger. Sobald Standardmodelle günstig auf handelsüblicher Hardware laufen, könnten die Wettbewerbsvorteile der teuren KI-Unternehmen schnell erodieren. Armstrong zog dabei eine klare Trennlinie: Hochspezialisierte Frontier-Modelle behalten ihren Wert für anspruchsvollste Aufgaben, etwa in der Grundlagenforschung. Der breite Markt aus Verbrauchern und Unternehmen werde jedoch zunehmend preissensibel und zu günstigeren Alternativen wechseln.

Siehe auch  CryptoQuant-CEO enthüllt das verborgene Risiko hinter Bitcoins Zukunft

Erinnerungen an frühere Krypto-Korrekturen

Armstrong schloss seine Einschätzung mit einem persönlichen Warnsignal. Schnell wachsende Bewertungen machen ihm eigenen Worten zufolge Sorgen, weil er ähnliche Muster bereits aus der Kryptowelt kennt. „It makes me a little nervous when I see these valuations growing this fast as well. Like I’ve seen things like this happen before in crypto. They correct, and then there’s real value under it, so then they grow later“, sagte der Coinbase-Chef. Er schließt damit nicht aus, dass nach einer möglichen Korrektur wieder echter Wert und Wachstum entstehen können. Das Muster aus Überbewertung, Korrektur und anschließender Erholung kennt er aus eigener Erfahrung im Kryptomarkt.

Einordnung: Strukturrisiken für den KI-Sektor

Die Warnung beider Akteure fügt sich in eine wachsende Debatte über die Nachhaltigkeit hoher KI-Bewertungen ein. Günstige Open-Source-Modelle aus Asien und eine zunehmende Regionalisierung des KI-Marktes setzen die Geschäftsmodelle jener Unternehmen unter Druck, die auf teure proprietäre Infrastruktur setzen. Ob sich die Prognosen von Kamath und Armstrong bewahrheiten, wird sich nach ihrer eigenen Einschätzung erst in einem Zeitraum von etwa fünf Jahren zeigen.

Krypto News Deutschland

Das beliebte Magazin für die aktuellsten Krypto News zu Kryptowährungen auf deutsch. Experten-Analysen, Prognosen, Nachrichten und Kurse zu allen Coins, findest du zuverlässig und in Echtzeit auf unserem Magazin.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"